HBE investiert

Unternehmen aus dem MK kauft Maschine in Südkorea

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Ende 2019 wurde die neue Maschine bei der HBE GmbH an der Hönnestraße in Neuenrade angeliefert und in der Unternehmenshalle aufgebaut.

Neuenrade – Die Investition kann sich sehen lassen: Aber der technische Geschäftsführer Detlef Lengelsen will ungern Zahlen nennen, lässt sich aber auf einen Vergleich ein.

Die neue Maschine für die HBE GmbH an der Hönnestraße in Neuenrade hat den Gegenwert eines mittleren unterkellerten Einfamilienhauses. Der Hersteller von Hydraulik-Komponenten – ein Unternehmen der Echterhage-Gruppe – investiert also einiges. 

Es war kurz vor Jahresende, als HBE seinen Maschinenpark um dieses neue „vertikale Drei-Achsen-CNC-Drehzentrum mit angetriebenen Werkzeugen“ erweitern konnte. Der Vorteil: Damit kann das Unternehmen auch größere Werkstücke noch effizienter bearbeiten. Die Maschine wurde von dem südkoreanischen Hersteller Doosan gebaut, hat eine Antriebsleistung von 37 Kilowatt und besitzt eine Reihe von Spannfuttern von 15 bis 24 Zoll. 

Fremdaufträge möglich

Hiermit lassen sich Werkstücke mit einem Durchmesser bis 830 Millimetern und einer maximalen Länge von 750 Millimetern bearbeiten. Die Maschine kann auch zur Bearbeitung von Fremdaufträgen eingesetzt werden. „Wir nehmen auch Anfragen für entsprechende Lohnbearbeitungen entgegen“, sagte Lengelsen. 

Die Mitarbeiter von HBE, die als Zerspanungsmechaniker ohnehin eine entsprechende Grundausbildung haben, werden zudem in Lehrgängen des Herstellers für die neue Maschine geschult. Möglicherweise würden auch zwei neue Arbeitsplätze geschaffen. 

Pumpenträger und Kupplungen

HBE stellt mit so einer Anlage Pumpenträger her, sowie Kupplungen zur Verbindung von Motor und Hydraulikpumpen. Eingesetzt würden derartige Bauteile immer dort, wo schwere Lasten zu bewegen seien. Das funktioniere eben hydraulisch. Der technische Geschäftsführer Lengelsen nannte als Beispiel Schiffsschleusen, große Hebebühnen und Pressen für große Autoteile. 

Dass HBE nun eine Werkzeugmaschine vom südkoreanischen Hersteller Doosan gekauft hat, liege daran, dass Doosan „im Massenmarkt von CNC und Fräsmaschinen Marktführer ist“, sagte Detlef Lengelsen auf Nachfrage der Redaktion. 

Asiaten dominieren den Markt

Der Markt werde seit mittlerweile rund 20 Jahren von Südkoreanern und Japanern beherrscht. Deutsche Hersteller seien zu spezialisiert. „Mit dem Kauf dieser Maschine machen wir keinem heimischen Hersteller etwas kaputt“, sagte Geschäftsführer Lengelsen. 

Doosan scheint in der Tat in Deutschland und in der Region beliebt zu sein. Unlängst hatte auch die Neuenrader Firma Schniewindt eine Werkzeugmaschine des asiatischen Herstellers gekauft.

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