Unter der Schule: Darum macht die Hönne Probleme

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Das Pflaster an der Hönnequell-Schule zwischen Schulgebäude und Aula sackt immer wieder ab. Ursache ist der Untergrund im Einflussgebiet der verrohrten Hönne.

Neuenrade - Das Knochen-Pflaster zwischen Aula und Hönnequell-Schule (HQS) sieht schon merkwürdig aus: Es ist wellenförmig und an einigen Stellen ist das Pflaster etliche Zentimeter abgesackt.

Dass dem so ist, liegt wohl an der Hönne: Denn der Bereich auf dem nun das Schulgelände und die Turnhallen liegen, ist Hönne-Schwemmland. 

Einst floss hier die Hönne mit Zuflüssen frei entlang, dementsprechend ist wohl der Untergrund gestaltet und das Pflaster sackt ab. „Die gesamte Schule ist ohnehin auf Pfählen gegründet, weil ein normales Fundament wegen des Untergrundes nicht halten würde“, erläutert die zuständige Fachfrau des Bauamtes, Brigitte Neuhaus. 

Hönne in diesem Bereich verrohrt

Ohne die Pfahlgründung würde es den Gebäuden wohl wie dem Pflaster gehen. Natürlich ist die Hönne hier verrohrt und fließt durch Rohre von immerhin 1,20 Metern Durchmesser. Der Fluss entspringt am Höllenstein, fließt dann relativ frei bis zum Gosekamp. Anschließend verschwindet die Hönne, wird durch Rohre unter der Innenstadt hergeführt, kommt demzufolge westlich der Schule an, fließt unter dem Schulhof weiter, zwischen Schule und Schwimmbad/Schulturnhalle entlang, dann um das Gebäude herum in Richtung Sporthallen und kommt dort an die Oberfläche. Im Bereich der Hallen gelangt der Fluss wieder in Freiheit, um weiter in Richtung Feuerwehr zu fließen. 

Zurück zum Pflaster an der Schule: Das muss geschätzt „alle fünf Jahre neu gemacht“ werden. Das wäre die günstigste Lösung, lässt Ingenieurin Neuhaus durchblicken. 

Areal sumpfig und wasserreich

Nicht ganz unproblematisch wird es durch die Hönne auch immer wieder am Grundschulgelände. Denn auch unter der Burgschule und am Rathaus entlang fließt der verrohrte Fluss. Auch hier ist der Untergrund nicht fest. So ist die Eingangstreppe der Grundschule quasi ans Gebäude angehängt. Auch die Rathaustreppe ist gesondert gesichert. 

Früher war das Areal wasserreich und sumpfig, eine Teich- oder Burggrabenanlage hat sich dort befunden. Das lässt sich aus der Ur-Übersichtskarte von 1830 ersehen.

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