Glasfaser-Netz

Breitband-Internet: Arbeiten beginnen im September

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Frank Mollitor (Projektleiter DSL/Breitband-Ausbau bei der Stadtverwaltung), Bürgermeister Antonius Wiesemann, Frank Schubert (Key Account Manager bei Unitymedia) und Gerhard Taupe (Vermarktung im Auftrag von Unitymedia, von links) freuen sich über den Netz-Ausbau.

Neuenrade - Mehr als 400 Haushalte zwischen Landwehr und Friedrichstal bekommen eine deutlich schnellere Internet-Verbindung. Die ersten Anwohner sollen schon bald am Netz sein.

Seit einem knappen Jahr laufen die Vorbereitungen: Nachdem viele Anwohner ihr Interesse bekundet hatten, sind jetzt die konkreten Vorbereitungen angelaufen. Vorverträge zwischen den Kunden und Unitymedia über Internet und Telefonie sind abgeschlossen. Ab September sollen die Bagger rollen.

Sechs bis sieben Monate sollen die Arbeiten dauern, wenn alles nach Plan läuft. Noch vor Weihnachten sollen erste Haushalte ihre Anschlüsse bekommen. Insgesamt müssen die Arbeiter auf etwa 6000 Metern Tiefbau-Maßnahmen vornehmen. Hinzu kommen die Haus-Zuführungen. 900.000 Euro investiert Unitymedia.

Für jedes der 275 anzuschließenden Objekte fällt eine einmalige Gebühr in Höhe von 199 Euro für den Haus-Anschluss an. Spezialisten installieren im Haus alles, was nötig ist. „Unsere Techniker gehen erst, wenn der Kunde im Internet surfen kann“, verspricht Frank Schubert, bei Unitymedia zuständig für kommunale Projekte.

Kombination aus Glasfaser- und Kupfer-Kabeln

Mit bis zu 400 Mbit/s können die Nutzer dann Daten herunterladen – deutlich schneller als über die herkömmlichen Telefon-Leitungen. Möglich macht es ein System aus Glasfaser- und Kupfer-Kabeln.

Die Zuführung nach Neuenrade erfolgt über Glasfaser-Leitungen, innerhalb des Ortsnetzes und bis zu den Häusern werden Kupfer-Leitungen verlegt. Diese Technik soll in Zukunft noch wesentlich schnellere Verbindungen ermöglichen.

Für die Breitband-Verbindungen kommen Glasfaser-Kabel (hinten) und Kupfer-Kabel zum Einsatz.

Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU) lobt die Ausbaumaßnahmen, die Unitymedia komplett selbst finanziert: „Schnelles Internet ist nicht nur für Gewerbe und Industrie, sondern zunehmend auch für Privatpersonen wichtig.“ Häuser ohne eine schnelle Anbindung seien zudem schwieriger zu verkaufen oder vermieten, ergänzt Frank Schubert.

Verbesserung auch für das Industriegebiet

Nach seinen Angaben plant Unitymedia für Neuenrade zurzeit keine weiteren Ausbau-Maßnahmen. Etwa die Hälfte der Haushalte könne schon erreicht werden. Während die Nachbarstadt Werdohl schon über einen hohen Versorgungsgrad verfüge, sei Balve momentan kein Thema: Dort gibt es keine Verbindung zum Unitymedia-Netz.

Gute Nachrichten gibt es für das Neuenrader Industriegebiet im Bereich Hüttenweg: Nach Auskunft von Frank Mollitor, Projektleiter DSL/Breitband-Ausbau bei der Stadtverwaltung, gehen die Verhandlungen mit einem anderen Anbieter für eine Breitband-Verbindung ihrem Ende entgegen. Es geht um den Teil des Gebietes mit der Telefon-Vorwahl 02392.

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