Unfallflucht: Verfahren vorläufig eingestellt

Nach der Zahlung einer Geldbuße von 500 Euro wird das Verfahren gegen eine 32-jährige Neuenraderin endgültig eingestellt.

Neuenrade -  Spiegel an Spiegel im Begegnungsverkehr – dieser Klassiker trug sich am 2. Juli auf der Bahnhofstraße zu. Stattlich war der Schaden, der dabei entstand: gut 2000 Euro.

Als Unfallverursacherin war eine 32-jährige Neuenraderin ausfindig gemacht worden, die sich im Amtsgericht Altena wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort verantworten musste. „Ich habe das erst gar nicht beziehungsweise später bemerkt“, versicherte sie vor Gericht und schilderte ihre etwas desolate persönliche Lage zum Zeitpunkt des Vorfalls. Die Behauptung, sie habe zunächst nichts von dem Zusammenstoß mitbekommen, löste allerdings Stirnrunzeln aus. Wer den für gewöhnlich mit einem solchen Ereignis verbundenen Knall nicht höre, müsse sich Fragen nach seiner Eignung zur Teilnahme am Autoverkehr stellen lassen, erklärte Richter Dirk Reckschmidt.

Für die 32-Jährige sprach allerdings, dass sie sich ansonsten in ihrem Leben noch nichts hatte zuschulden kommen lassen – der Registerauszug war leer. So stellte der Richter das Verfahren vorläufig ein und gab der Angeklagten den sichergestellten Führerschein zurück.

Endgültig schließen sich die Aktendeckel allerdings erst nach der Zahlung einer Geldbuße von 500 Euro.

Von Thomas Krumm

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