Unfälle mit Wildtieren: Jäger fordern Maßnahmen

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Jagdvorsteher Anton Sasse (l.) und Geschäftsführer Gerhard Schumacher erläuterten die Jagdkarte.

NEUENRADE ▪ Jede Menge Diskussionsstoff bei den Jagdgenossen Blintrop: Viele Wildunfälle, Schäden an Pflanzen und ein Leinenzwang für freilaufende Hunde beschäftigen die Jäger.

Bei der Versammlung am Montagabend in der Gaststätte Sasse Kuschert konnte Jagdvorsteher Anton Sasse jedoch nur wenige Mitglieder begrüßen. Daher blieb auch offen, welche Schutzmaßnahmen gegen Tierbisse an jungen Pflanzen eingeleitet werden könnten. Sasse berichtete von Schäden, die durch Wildschweine verursacht werden. Die Tiere hatten an frischen Anpflanzungen genagt. Bei einem kurzen Blick in die Statistik zeigte Sasse, dass im vergangenen Jagdjahr 61 Tiere erlegt wurden, darunter Rehe, aber auch Frischlinge, Hasen, Füchse, Steinmarder, Iltisse, Dachse, Ringeltauben und Elstern.

Fütterung von Wildtieren wegen Schweinepest verboten

Aufgrund des langen, harten Winters sei das Wild zu Beginn dieses Jahres mit Zuckerrüben gefüttert worden. Diese Zufütterung habe die Jagdbehörde dann jedoch verboten. Lediglich Restbestände an Zuckerrüben durften dann noch verfüttert werden. Als Grund hierfür habe die Behörde die Schweinepest angegeben, so Geschäftsführer Gerhard Schumacher.

Viele Unfälle mit Wildtieren auf B229 zwischen Küntrop und Blintrop

Bezüglich der Unfallzahlen durch Wild berichtete Schumacher anhand einer Karte. Er zeigte den Anwesenden die betreffenden Orte und nannte zugehörige Zahlen. Demnach sei der Straßenabschnitt zwischen dem Küntroper Friedhof und dem Gasthof Sasse Kuschert am stärksten betroffen. Der Abschnitt sei mittlerweile als Gefahrenzone allgemein bekannt. Hier müssten unbedingt Schutzmaßnahmen getroffen werden. Eine Zusammenarbeit mit dem Straßenverkehrsamt und der Stadt Neuenrade sei deshalb unbedingt anzustreben.

Freilaufende Hunde stören Ruhe von Jägern und Wild

Ebenfalls Sorgen bereiteten den anwesenden Jägern die vielfach freilaufenden Hunde, die laut ihrer Ansicht den Jagdbetrieb stören. Die Jäger wünschen sich einen Leinenzwang, sind sich jedoch der Tatsache bewusst, dass dieser nicht zu erwirken ist. Die Rechtslage und die Praxis seien schwierig, teilte Schumacher mit. Auch die Versammlung der Jäger war in diesem Punkt geteilter Meinung. Es sei aber sehr wichtig, das Wild und Jäger nicht gestört werden. Deshalb müsse in Zukunft bei Hundebesitzern gezielt um Verständnis geworben werden. ▪ Sabine Lübke

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