Pächtersuche für Gasthof Zur Post dauert an

Umzug steht bevor: DRK-Kleiderladen findet neuen Standort

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Im ehemaligen Gasthof Zur Post ist derzeit die DRK-Kleiderkammer untergebracht – allerdings nur noch bis Ende September.

Neuenrade - Die Kleiderkammer des Ortsvereins Neuenrade im Deutschen Roten Kreuz hat eine neue Bleibe. Weit ist der Umzug vom jetzigen Standort im ehemaligen Gasthof Zur Post an der Werdohler Straße/Poststraße nicht.

Denn ab Oktober ist die DRK-Kleiderkammer schräg gegenüber an der Werdohler Straße 12 im früheren LVM-Versicherungsbüro zu finden. „Der Umzug soll in einem möglichst kurzen Zeitraum erfolgen. Genaue Daten werden wir frühzeitig bekannt gegeben“, verspricht Rotkreuzleiterin Maria Brockhagen.

Noch bis Ende September stehen dem DRK die bisherigen Räumlichkeiten im Zur-Post-Gebäude zur Verfügung. Deshalb nehmen die Verantwortlichen dort auch weiterhin mittwochs zwischen 15 und 17 Uhr gut erhaltene Kleidung und Haushaltswaren an. Dienstags ist wie bisher von 15 bis 17 Uhr die Abgabe der Spenden. Das DRK muss mit ihrer Kleiderkammer den ehemaligen Gasthof verlassen, weil der Werdohler Immobilienmakler Harun Cici das „Traumobjekt im Herzen der Stadt Neuenrade“ gekauft hat und daraus wieder einen Gasthof machen möchte.

Die Werdohler wollen in das Gebäude investieren und es anschließend verpachten. Mit dieser Vorgehensweise hätten die Immobilienkaufleute bereits positive Erfahrungen gemacht, berichtete Harun Cici Ende Juni und verwies unter anderem auf die Musikkneipe Alt Werdohl an der Freiheitstraße in der Nachbarstadt und das ehemalige Haus Landcrone an der Neustadtstraße, in dem nun das neue Eiscafé „Heiß auf Eis“ zu finden ist. Derzeit befindet sich Cici in Gesprächen mit potenziellen Pächtern.

Spruchreif sei allerdings noch nichts, sagte der Immobilienmakler jüngst auf Anfrage der Redaktion. Sobald ein Pächter gefunden ist, möchte Cici gemeinsam mit diesem die Modernisierung in Angriff nehmen. Zum ehemaligen Gasthof Zur Post gehören neben dem Schankraum und der Küche ein kleiner Saal, ein großer Saal sowie eine Kegelbahn und zwei Wohnungen. Der Gasthof hat eine lange Tradition.

So hat Gastwirt Friedrich Dickehage das Gebäude an der Ecke Werdohler Straße/Poststraße bereits in den Jahren 1904 bis 1906 erbaut. Anschließend führte es die Familie in mehreren Generationen bis 2003, als Wilhelm Dickehage junior und seine Frau Ulla sich in den Ruhestand verabschiedeten. Doch an die Gästezahlen von „Willem“ und seiner Frau konnten die Pächter nicht anknüpfen – und so kam es zur Nutzung des Gebäudes durch das DRK. Das möchte Cici nun ändern und dem Traditionsgasthof wieder zu neuem Leben verhelfen.

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