Vorschlag des Revierförsters

Umweltprojekt: So möchte die Stadt Neuenrade Ökopunkte sammeln

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Das Rathaus der Stadt Neuenrade.

Neuenrade - Um das Ökopunktekonto der Stadt Neuenrade aufzubessern, greift die Stadtverwaltung einen Vorschlag des Revierförsters Franz-Josef Stein auf.

Im Stadtwald Neuenrade (Nähe Giebel) befindet sich im Bereich von „Poggels Hütte“ das Quellgebiet des Gelmecke-Bachs. In den 80er-Jahren wurden dort zwei Teiche als Feuchtbiotop angelegt – nun soll in Abstimmung mit der Unteren Wasserbehörde der Bereich renaturiert werden. Der Vorteil: Dafür gibt es Ökopunkte, die wieder an anderer Stelle eingesetzt werden können. 

Die Stadt Neuenrade hat ein Ökokonto auf Grundlage des Bundesnaturschutzgesetzes. Darauf können Punkte gesammelt werden. Dadurch gibt es eine gewisse Flexibilität, denn die Punkte werden in einem Flächenpool – eine Sammlung von Ausgleichsflächen – eingetragen, werden keiner bestimmten Maßnahme zugeordnet. 

Natürlicher Durchfluss soll wieder hergestellt werden

Laut Verwaltungsvorlage zur nächsten Sitzung des Ausschusses für Umweltschutz und Forsten soll der natürliche Durchfluss des Baulaufes wieder hergestellt werden. Auch soll die Beschattung des Bachlaufes durch Fichten beseitigt werden. Sprich: Sie werden gefällt. Ein Fachingenieurbüro soll die Maßnahme planen, konzipieren und die ökologische Aufwertung in Form von Punkten darstellen. Was das Ganze kostet, wird sicher auch Thema sein. 

Im Rahmen einer Ortsbesichtigung vor der eigentlichen Ausschusssitzung werden Details zu den Plänen erläutert. Eine weitere Besichtigung ist für das Waldgebiet Imberg (Affeln) vorgesehen. Um 17 Uhr wird die Sitzung nach den Ortsbesichtigungen im Rathaussaal fortgesetzt. 

Auch Holzvermarktung ein Thema

Ein weiteres Thema während der Sitzung ist die Neuordnung der Holzvermarktung für das städtische Holz. Der Stadt gehören erhebliche Waldflächen im Stadtgebiet. Nach der Änderung des Bundeswaldgesetzes unterliegt die Holzvermarktung künftig dem Wettbewerb. Private Waldbestände, wozu auch Körperschaften wie Forstbetriebsgemeinschaften gehören, und Staatswald dürfen nicht mehr in dem Umfang wie bisher gemeinsam vermarktet werden. Laut Landesregierung soll die Holzvermarktung für Privat- und Kommunalverwaltung durch das Forstamt am 30. Juni enden. 

Künftig soll die Olper Waldholz Sauerland GmbH, eine Forstwirtschaftliche Vereinigung, die Vermarktung des Neuenrader Holzes und der Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft übernehmen. Neuenrade, „als Ankerbetrieb für die anderen Mitglieder“ stelle aus Solidaritätsgründen eine wichtige Stütze dar, heißt es in der Vorlage der Verwaltung. Die Ausschussmitglieder sollen die Beschlussempfehlung absegnen, dass das städtische Holz im Rahmen der Mitgliedschaft in den Forstbetriebsgemeinschaften über die Waldholz Sauerland GmbH vermarktet wird.

Die Ausschusssitzung findet am Mittwoch, 5. Juni, statt. Die Sitzung ist öffentlich und beginnt um 15 Uhr mit einem Ortstermin im Bereich Gelmecke (Giebel).

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