Die Motte in Küntrop ist jeden Sonntag geöffnet

Mit Fakten und Geschichten bringen die geschulten Führer den Gästen das Mittelalter näher.

Küntrop - In der Rolle des Dietrich von Brockhausen empfing ein authentisch gewandetes Mitglied der gräflichen Allianz Arnsberg-Mark jetzt die Besucher an der Motte. Zum ersten Mal war die mittelalterliche Hügelburg für die Öffentlichkeit zugänglich.

Von O bis O, von Ostern bis Oktober stehen die Tore des hölzernen Bauwerks Interessierten sonntags in der Zeit von 12 bis 14 Uhr offen. Am ersten und dritten Sonntag ist die gräfliche Allianz mit den Führungen betraut, die Küntroper Dorfgemeinschaft kümmert sich am zweiten, fachkundige Bürger wie Dr. Rolf-Dieter Kohl oder Klaus Peter Sasse stehen den Gäste am vierten Sonntag im Monat Rede und Antwort.

Wenn die Repräsentanten des Mittelalters für die Motte zuständig sind, kombinieren sie den Termin mit ihrem regelmäßigen Schwertkampftraining. Zwar hielt sich das Besucherinteresse am Saison-Eröffnungstag anfangs noch in Grenzen, im weiteren Verlauf betraten aber immer mehr Besucher das von Weitem erkennbare Symbol Küntrops. Die Kennzeichen der Fahrzeuge, die neben der Motte parkten, machten klar, dass die Turmhügelburg nicht nur im Märkischen Kreis ihre Freunde hat.

Der Ostersonntag war perfekt für eine Reise in die Vergangenheit. Ritter verglichen sich im Schatten der Burg im Schwertkampf, eine historisch gewandete Mutter mit ihrem Nachwuchs hauchte der Szenerie zusätzliche Authentizität ein. Und an der Motte hisste Dietrich von Brockhausen stolz seine Familienfahne.

Aus Sicherheitsgründen nur begleitete Besichtigungen

Aus Sicherheitsgründen darf kein Besucher die Burg allein betreten. Denn Notausgänge im klassischen Sinne hat das historische Gebäude nicht. In Begleitung der ehrenamtlichen Führer macht die Erkundung aber gleich doppelt Spaß, weil sie nicht nur sachliche Daten wiedergeben sondern auch viele Geschichten aus der Zeit von Dschingis Khan und Friedrich II. zu erzählen haben. Und wenn dann auch noch die Mitglieder der Allianz an der Reihe sind, kommt der Besuch der Motte einem musealen Großereignis gleich. Ist man erst einmal bis unters Dach des Turms gestiegen, erschließt man sich ein unvergleichliches Panorama. Schautafeln klären über den Bau und die historischen Hintergründe auf, während einem der „Wind um die Ohren pfeift“, wie Dietrich von Brockhausen meinte. Richtet man den Blick auf den Vorplatz, wo die Ritter ihre Klingen kreuzen, dann stellt sich rasch Mittelalterfeeling ein.

Besuche außerhalb der üblichen Öffnungszeiten sind ebenfalls möglich. „Anfragen sind beim Bürgermeisteramt zu stellen“, erklärt Dietrich von Brockhausen und wendet sich wieder seinem Widersacher zu.

Weitere Information rund um die Motte finden sich auch auf einer öffentlich zugänglichen Facebook-Seite. - Von Markus Jentzsch

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