Der Weg zum Traumjob muss nicht steinig sein

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Theresa Kuche (rechts) erzählt aus ihrem Berufsleben als Auszubildende zur Hotelfachfrau. Sie bereut ihre damalige Faulheit und rät den Jugendlichen, sich „jetzt schon auf den Hintern zu setzen“. ▪

NEUENRADE ▪ „Strengt Euch bloß an“, sagt Theresa Kuche und schaut in die Runde. Wäre sie damals nicht so faul gewesen, dann wäre sie heute längst fertig, erzählt die 20-Jährige.

Theresa absolviert im Hotel Kaisergarten eine Ausbildung zur Hotelfachfrau, befindet sich im zweiten Lehrjahr. Am Freitag erzählte sie den Neuntklässlern der Hauptschule im Rahmen des Berufsforums, wie sie ihren Traumjob bekommen hat und wie ihr Arbeitsalltag aussieht. Zusammen mit sieben anderen Ehemaligen gab sie den Jugendlichen Tipps rund um die Berufsfindung.

„Ich bereue es so sehr, dass ich damals so dermaßen faul war.“ Theresa verließ die Schule 2006 mit dem Hauptschulabschluss – ohne Qualifikation. Um einen Ausbildungsplatz als Hotelfachfrau zu ergattern, drückte sie dann erneut die Schulbank und besuchte die Gertrud-Bäumer-Schule in Plettenberg. Mit dem Realschulabschluss in der Tasche bekam sie schließlich einen Ausbildungsplatz im Hotel Kaisergarten. „Die Zeit in Plettenberg war im Prinzip Zeitverschwendung. Hätte ich mich hier auf der Hauptschule angestrengt, dann hätte ich die Qualifikation direkt bekommen.“

Die Klassenlehrer Magdalene Schürmann und Frank Rittinghaus haben das Berufsforum organisiert – und sind vom Erfolg überzeugt. „Von Gleichaltrigen lassen sich die Schüler viel mehr sagen, als von Erwachsenen“, erklärt Magdalene Schürmann. Die Ehemaligen wüssten zudem noch genau, wie es als Schüler ist. Welche Ängste und Sorgen es vor dem neuen Lebensabschnitt gibt. Und eben auch, wie es ist, wenn die Motivation gerade mal nicht so da ist. Rittinghaus: „Es ist ja auch ein toller Ansporn zu sehen, was ehemalige Schüler erreicht haben.“ Das ist vielfältig: von Floristin und Bürokauffrau, über Dachdecker, Industriemechaniker bis hin zur Altenpflegerin. ▪ lima

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