Gute Ratschläge fürs neue Jahr

Stressfreies Silvester für Hunde

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Das Interesse für diesen Themenabend war recht groß. Etliche Hundebesitzer holten sich wertvolle Tipps, um ihre Vierbeiner möglichst gut ins neue jahr zu bringen.

Neuenrade - Es ist nur noch wenig Zeit bis zum Jahreswechsel. Während sich viele Menschen auf eine Party zum Abschluss des Jahres vorbereiten und sich kurz vor Silvester mit Feuerwerkskörpern eindecken, stellt sich bei einigen Hundehalten alle Jahre wieder die selbe Frage: Wie ermögliche ich meinem Hund ein stressfreies Silvester?

„Eine allgemeine Anleitung gibt es nicht“, stellt Katrin Gierse-Schnabel direkt zu Beginn ihres Vortrages klar. Die Neuenraderin ist ausgebildete und geprüfte Hundetrainerin und bot vor einigere Zeit einen Themenabend mit dem Schwerpunkt „Geräuschangst an Silvester“ an. Dass nicht jeder Hund gleich auf die vielen Reize zum Jahreswechsel reagiert, zeigte sich bereits in der Vorstellungsrunde. „Unsere Hündin wird panisch ohne Ende und rennt bellend durch die Wohnung“, berichtet ein Paar. „Mein Hund löst sich wenn es zu Silvester knallt“, erzählt eine andere Teilnehmerin. Um dem Hund langfristig die Angst vor den Geräuschen der Feuerwerkskörper zu nehmen, hilft nur kontinuierliches Training. „Und das ist immer anstrengend und ein Einschnitt ins Leben, das gehört nun mal dazu“, betont Gierse-Schnabel.

Wer allerdings denkt, das Training beschränkt sich lediglich auf Silvester, der liegt falsch. Beim Themenabend, sagt die Expertin, dass Hundebesitzer schon sehr frühzeitig mit einem Training anfangen müssten – gleichwohl, bedeute dass nicht, dass Hundehalter dieses Silvester einfach nur noch aussitzen könnten. Neben dem ganzjährigen Training hat Gierse-Schnabel auch einige Tipps die den Jahreswechsel für die Tiere doch erleichtern können:

Hat der Hund keine beziehungsweise noch keine Angst vor Feuerwerkskörpern, kann er mit Spielen und Tricks abgelenkt werden. Besonders bei den bereits vor 0 Uhr gezündeten Böllern kann das Knallgeräusch durch die Gabe von Leckerlis mit etwas Positivem verknüpft werden.

Bei bekannter Panik des Hundes kann frühzeitig der Tierarzt, ein Tierheilpraktiker oder ein Hundetrainer kontaktiert und um Rat gefragt werden.

Hundehalter sollten ein ängstliches Haustier in der Silvesternacht nicht alleine lassen. Das gilt auch für die Tage vor und nach Silvester, an denen vereinzelt Feuerwerkskörper gezündet werden.

Wenn sich der Hund zurückziehen möchte, sollte er die Möglichkeit dazu haben. Sucht er Nähe sollte man sie auch zulassen. „Man kann eine negative Emotion nicht schlimmer machen, indem man etwas Positives hinzufügt“, findet Gierse-Schnabel. Den Hund zu trösten und ruhig zu streicheln sei in einer solchen Situation völlig in Ordnung.

Kräutermischungen, Aromatherapie mit beruhigenden Düften und freiverkäufliche Anti-Stress-Mittel können zusätzlich helfen, das Tier zu beruhigen. Was homöopathische Mittel, Globuli oder andere Medikamente angeht, rät Gierse-Schnabel allerdings dringend von einer Selbstmedikation ab: „Das kann ziemlich nach hinten los gehen.“ Ein Tierheilpraktiker kann die Mittel bei Bedarf individuell auf den Hund abstimmen.

Außerdem gibt es eine Vielzahl an Hilfsmitteln, wie zum Beispiel Hunde-Kopfhörer oder ein Thundershirt, das den Hund durch gleichmäßigen Druck beruhigen soll. Aber auch beruhigende Geräusche, Düfte oder Leck- und Kauartikel können bereits helfen.

Hundehalter sollten auch immer auf die eigene Stimmung achten. Ist der Mensch nicht entspannt, überträgt sich das auf den Hund. Besonders zwischen Weihnachten und Silvester empfiehlt Gierse-Schnabel, ruhige Tage auf der Couch zu verbringen um den Stress für Mensch und Hund zu reduzieren.

Zuletzt sollten ängstliche Hunde an den Tagen um den Jahreswechsel nicht von der Leine gelassen werden. „Ich lese immer so viele Vermisstenmeldungen. Falls der Hund irgendwann wieder nach Hause findet hat er oft ein schlimmes Trauma zu verarbeiten“, weiß die Trainerin. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann seinen Hund auch mit einem GPS-Gerät am Halsband oder Geschirr ausstatten, um ihn im Notfall orten zu können.

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