Abwechslungsreiches Programm

Traditionelles Weihnachtskonzert im Kaisergarten

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Zu dem traditionellen Weihnachtskonzert waren viele Zuhörer in den Kaisergarten gekommen. An dem Konzertprogramm waren mehrere Ensembles beteiligt, wie beispielsweise der Neuenrader Musikverein (Bild).

Neuenrade - Ein schönes, mehr als zweistündiges Weihnachtskonzert erlebten die Besucher des Kaisergartens am Sonntagnachmittag. Nach dem traditionellen, gemeinsamen „Oh, Du fröhliche“-Singen gab es im Anschluss an die städtische Veranstaltung auf dem Platz der Generationen noch Punsch und Glühwein.

Das Konzert moderierte Maria Brockhagen. Sie verlas ein Gedicht über den Schlitten des Weihnachtsmannes, der ohne Schnee nicht fahren kann. Das Publikum nahm diese lockeren Einstreuer gerne an. Der Saal war nicht ganz ausverkauft, jedoch gut gefüllt. Die Zuschauer horchten der Musik und dem Gesang oft ergriffen zu. 

Viel Applaus

Das Konzert eröffnete der Musikverein Neuenrade unter der Leitung von Christian Knaup mit der „Feuerwerks-Musik“ von Georg-Friedrich Händel, die dieser einst anlässlich des Aachener Friedens komponierte. Die Instrumentalisten musizierten mit imposanter Kraft und Präzision. Entsprechend fiel der Applaus aus.

Die Chorgemeinschaft Altenaffeln begeisterte das Publikum unter anderem mit einem schwedischen Musiktitel.

Die Chorgemeinschaft Altenaffeln, dirigiert von Hermann Diebecker, brachte bei „Alta trinita“ – einem italienischen Stück aus dem 15. Jahrhundert – feinsten Chorgesang auf die Bühne. Wer unter den Besuchern zuvor noch nicht in Weihnachtsstimmung war, war es vermutlich jetzt. 

Anspruchsvolle Sangeskunst folgte dann vom Vokalensemble Die Tonträger mit dem „Navity Carol“ von John Rutter. Moderatorin Brockhagen hatte dieses mit den Worten angekündigt: „Es ist schon wieder in Englisch. Aber ich haben den Chorleiter Marcel Buckert gefragt und er hat mir gesagt, dass der Flügel die Melodie in Deutsch spiele.“

Der Kirchenchor Cäcilia, der von Lucia Klinkhammer geleitet wird, sorgte anschließend bei „Du kommst zu uns so still und leise“ von Klaus Heizmann für eine besinnliche Stimmung im Saal. 

Weihnachts-Hits aus Amerika

Nach einer Pause wurden die Zuhörer vom Musikverein mit dem Lied „Winter Wonderland“ von Felix Bernard begrüßt. Später spielten sie auch noch „White Christmas“ von Irving Berlin. Die 1947 erschienene Bing-Crosby-Single letzteren Titels gilt mit rund 50 Millionen verkauften Stück als erfolgreichste aller Zeiten. Damit interpretierte der Musikverein zwei der bekanntesten Weihnachts-Hits der amerikanischen Pop-Literatur. 

Die Chorgemeinschaft Altenaffeln sang bei „Jül“ wieder nicht Deutsch. Der Text des Liedes von Gustav Nordquist ist in schwedischer Sprache verfasst. „Lobet Gott im Himmelreich“ von Pasquale Thibaut in der Version der Altenaffelner Sänger stach mit seinem Swing-Groove aus dem Programm heraus. 

Die Tonträger sangen anschließend eine progressive, jazzig-rockige Interpretation des Chorals „Es kommt ein Schiff geladen“. Das war unzweifelhaft der Konzert-Höhepunkt. Nach dem klassischen Chorgesang des Kirchenchores Cäcilia folgte mit „African Noel“ – mit deutschem Text – ein gemeinsamer Auftritt aller Chöre, der zum Mitklatschen verführte.

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