Tour d'Europe statt Tour de France

Stephane Briel und Antoine Horel waren in ihrem Heimatort Vannes gestartet, der an der Atlantikküste am Golf von Morbihan liegt. Ihr Ziel heißt Talinn, in Neuenrade machten sie ein Päuschen.

Neuenrade - An den Rand des Parkplatzes hatten sich die beiden Männer zurückgezogen und tankten am Kaufpark ihre Zweiräder auf. Doch nicht etwa mit Sprit, sondern mit Sonnenstrom. Die beiden Franzosen waren auf der Durchreise in den äußeren Osten Europas.

Mit ihren solarzellenbetriebenen Fahrrädern hatten die beiden auf ihrem Weg dahin schon eine gehörige Strecke – knapp 1000 Kilometer – hinter sich gebracht. Denn: Stephane Briel und Antoine Horel waren in ihrem Heimatort Vannes gestartet, der an der Atlantikküste am Golf von Morbihan liegt. Ihr Ziel heißt Talinn, Estlands Hauptstadt, die immerhin 3000 Kilometer von der Französischen Küste entfernt ist.

Rückreise mit dem Flugzeug

 Auch wenn sie mit Hilfe der Sonnenkraft unterwegs sind und ihre Fahrräder über Akkus und Elektromotoren verfügen, so müssen die beiden doch eine gute Fitness haben. Auch sind sie nicht im Freizeitlook unterwegs, sondern tragen die typische Radfahrer-Kleidung, was bei solchen Strecken sicher anzuraten ist. Einen guten Monat haben die beiden unternehmungslustigen Franzosen für die Tour nach Estland eingeplant – die Rückreise wollen Briel und Horel aber dann mit dem Flugzeug antreten.

Um die Akkus für das Fahrrad voll aufzuladen, benötigt jeder der beiden Elektro-Fahrrad-Besitzer knapp vier Stunden intensiven Sonnenschein. Dafür haben die beiden eben ausklappbare Solarmodule dabei, die sie bei jeder Gelegenheit der Sonne aussetzen. 150 Kilometer beträgt dabei die tägliche Reisestrecke.

Reise aus purer Abenteuerlust

Antoine und Stephane machen diesen 3000-Kilometer-Trip aus purer Abenteuerlust und „um die schönen europäischen Landschaften mit ihrem eigenem Tempo zu entdecken“. Im Verlauf eines Tages würden sie immer wieder nette Bekanntschaften machen, sehen sich allerdings auch mit mechanischen Problemen konfrontiert, die sie immer recht schnell lösen können.

Jeden Tag übernachten sie auf ihrem langen Weg nach Estland auf Campingplätzen oder auch entlang des Weges, „wo auch immer“ ihnen die Landschaft gefällt oder sie eingeladen werden, ihre „müden Beine auszuruhen“, schreibt Antoine Horel mit seinem I-Phone von unterwegs 

Von Peter von der Beck

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