Oberstaatsanwalt wartet auf den Obduktionsbericht

Tödlicher Familienstreit in Neuenrade: Diese Fragen sind noch offen

Nach dem tödlichen Familienstreit in Neuenrade war die Polizei am Freitag an der Bahnhofstraße im Einsatz.
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Nach dem tödlichen Familienstreit in Neuenrade war die Polizei am Freitag an der Bahnhofstraße im Einsatz.

Nach dem tragischen Familienstreit in Neuenrade, der am Freitagnachmittag mit dem Tod einer 24-jährigen Frau endete, ist die Staatsanwaltschaft weiterhin auf der Suche nach der Wahrheit.

Viele Fragen konnten bisher noch nicht beantwortet werden. Oberstaatsanwalt Bernd Haldorn erklärte am Montag auf Anfrage der Redaktion, dass auch der tatverdächtige Ehemann der Verstorbenen eine Stichverletzung im Bereich des Oberarms, beziehungsweise der Schulter davon getragen habe. „Diese Verletzung stammt vermutlich von einem Messer“, sagte Haldorn.

Die Frage, ob sich seine Ehefrau während eines Streits gewehrt habe und ihm diese Verletzung beigebracht haben könnte, wollte der Oberstaatsanwalt noch nicht beantworten. Er wies auf die laufenden Ermittlungen hin. Zudem erklärte Haldorn: „Mir liegen noch nicht alle Unterlagen zu diesem Fall vor.“

Tatverdächtiger sitzt in Haft

Auch der Obduktionsbericht, der Aufschluss darüber geben soll, woran die junge Frau letztlich gestorben ist, sei für ihn momentan noch nicht einsehbar, berichtete der Oberstaatsanwalt. Die 24-jährige verstarb am Freitag trotz notärztlicher Erstversorgung in ihrer Wohnung. Gegen den 22-jährigen Ehemann war bereits am Samstag ein Haftbefehl erlassen worden.

Tödlicher Familienstreit in Neuenrade - Frau (24) stirbt

Tödlicher Familienstreit in Neuenrade - Frau (24) stirbt
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Tödlicher Familienstreit in Neuenrade - Frau (24) stirbt
Tödlicher Familienstreit in Neuenrade - Frau (24) stirbt
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Im ersten Polizeibericht hieß es, dass bei der Auseinandersetzung an der Bahnhofstraße ein Messer eine Rolle gespielt haben soll. Dieses sei gefunden und sichergestellt worden. Die Frage, ob sich dieses Messer bereits in der Wohung der Frau befunden habe oder ob der Tatverdächtige es möglicherweise mitgebracht haben könnte, konnte Haldorn ebenfalls noch nicht beantworten. „Allerdings handelt es sich um ein Messer, das man in jedem Haushalt findet“, erklärte der Oberstaatsanwalt.

Jugendamt kümmert sich um die beiden Kinder

Die gemeinsamen zwei- und dreijährigen Kinder des Ehepaars befänden sich nach wie vor in der Obhut des Kreisjugendamtes. Zu ihrem psychischen Zustand konnte sich Bernd Haldorn nicht äußern.

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