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Tierische Ausreißer: Besitzer will Ziegen so schnell wie möglich einfangen

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Von: Carla Witt

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Ungewöhnliche Waldbewohner: Fotogen und kein bisschen ängstlich sind die vier Ziegen, die am Mittwoch im Affelner Wald unterwegs waren.
Ungewöhnliche Waldbewohner: Fotogen und kein bisschen ängstlich sind die vier Ziegen, die am Mittwoch im Affelner Wald unterwegs waren. © Witt, Carla

In der Nähe der St.-Lambertus-Kirche haben sie sich am Dienstag herumgetrieben, am Mittwochmorgen staunten Spaziergänger im Bereich zwischen Affeln und Langenholthausen über die ungewöhnlichen Waldbewohner

Die vier Ziegen ließen sich auch durch einen angeleinten Hund nicht aus der Ruhe bringen und standen für ein Handyfoto parat.

Die Tiere hätten sich aus dem Staub gemacht, als sie an einer Wiese in Langenholthausen verladen werden sollten, berichtet der Besitzer. Sie nun wieder einzufangen, sei schwierig, bisherige Versuche scheiterten. „Auf freier Fläche hat man keine Chance. Es kann nur klappen, wenn sie irgendwo eingekesselt sind und nicht mehr wegkommen.“

Tiere mit Futter nicht anzulocken

Er hoffe, dass es schnell gelinge, die Ausreißer dingfest zu machen. Um das Wohl der Tiere müsse man sich momentan keine Sorgen machen. „Für sie bietet sich auch im Wald ein Büfett. Deshalb kann man sie auch kaum mit Futter anlocken.“ Auch aggressiv sind die Tiere offensichtlich keineswegs. Allerdings bestehe natürlich eine Gefahr, wenn die Ziegen irgendwo auf die Straße laufen.

Diese Möglichkeit versetzt auch Ordnungsamtsleiterin Sabine Rogoli in Alarmbereitschaft. „Deshalb muss der Besitzer sie schnellstens einfangen“, unterstreicht sie. Das Ordnungsamt hatte ihn ermittelt, nachdem die Ziegen am Dienstag in Affeln gesichtet worden waren. „Wäre uns das nicht gelungen, hätten wir uns überlegen müssen, wie wir das Problem in den Griff bekommen.“ Nun sei das aber Sache des Besitzers.

Entlaufene Tiere: Polizei informieren

Übrigens: Auch die Polizei kann grundsätzlich in Kenntnis gesetzt werden, wenn ein Tier entlaufen ist. „Wenn wir den Fall kennen, können wir den Kontakt herstellen, sobald jemand das Tier aufgegriffen hat und sich bei uns meldet“, unterstreicht Polizeipressesprecher Lorenz Schlotmann. Das gelte besonders für Hunde, die „von den Kollegen auch mal vorübergehend mit zur Wache genommen würden, wenn sie zutraulich sind“.

Im Fall der entlaufenen Ziegen könne aber auch die Polizei keine Hilfestellung leisten. „Das kommt nur dann in Frage, wenn es um die Gefahrenabwehr geht“, erklärt der Polizeikommissar. Er nennt ein Beispiel: „Der Klassiker sind Pferde, die auf der Straße herumlaufen. Dann sind wir mit im Boot.“

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