Dr. Schweizer

Praxis-Neubau bietet viel Platz für Tier-Operationen

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Das Team um Dr. Stephan Schweizer, Dr. Julia Ungru (rechts) und Birte Zastrow, Tierarzthelferin der Anmeldung, freut sich ab Montag auf die ersten tierischen Patienten in den neuen Räumen.

Neuenrade - 500 Quadratmeter für die Tierchirurgie: Die Praxis von Dr. Stephan Schweizer eröffnet am Montag am neuen Standort. Dort ist viel Platz für Untersuchungen und Operationen.

Die Tierarztpraxis für Kleintierchirurgie hatte ihren Standort bislang in Altenaffeln. Am Drostenfeld 10, neben dem Hagebaumarkt, hat Schweizer ganz neu gebaut. Er ist der Inhaber der Praxis, die er gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Dr. Julia Ungru betreibt.

Der Schwerpunkt liegt auf Operationen bei Hunden und Katzen, etwa von gebrochenen Beinen oder Kreuzbändern. Abgesehen von Büro- und Sozialräumen im Obergeschoss, besteht die Praxis aus zwei Teilen: Im vorderen Bereich werden die Patienten mit ihren Besitzern empfangen. 

Durch drei verschiedene Wartebereiche können sie schon dort sortiert – also etwa Hunde von Katzen getrennt – werden. Es schließen sich drei Behandlungsräume, ein Röntgenraum und ein Raum für Zahnbehandlungen an.

Knapp 500 Quadratmeter und eigene Parkplätze bietet der Neubau.

Was die Tierbesitzer normalerweise nicht zu sehen bekommen, ist der hintere Bereich mit den beiden Operationssälen: Dort werden die eigentlichen Eingriffe durchgeführt. Im etwas größeren OP stehen zwei Operationstische zur Verfügung, ein weiterer im Raum nebenan. Geräte für Narkose, Beatmung und Überwachung sind jeweils vorhanden.

In einem zentralen Vorbereitungsbereich werden Venenkatheter gelegt, die Tiere für die bevorstehende Operation narkotisiert und geschoren. Dort werden sie später auch bis zum Aufwachen beobachtet.

Die tierischen Patienten können nicht immer sofort nach Hause: „Unser Ziel ist es, die Tiere spätestens abends zu entlassen“, erklärt Dr. Julia Ungru. In seltenen Notfällen müssten sie auch über Nacht bleiben. Eine Tierklinik ist die Praxis deswegen aber nicht: Dazu würde ein 24-Stunden-Dienst gehören, den Schweizer nicht anbietet.

Ein Blick in einen der beiden Operationssäle.

Deshalb gibt es in der Praxis eine eigene Krankenstation mit drei getrennten Bereichen für größere und kleinere Hunde sowie für Katzen. „Durch diese Trennung haben gerade die Katzen weniger Stress.“

In einem weiteren Raum sollen demnächst Computertomografien (CT) durchgeführt werden. Das Gerät wird voraussichtlich im Januar geliefert und ist nach Angaben von Dr. Schweizer das einzige in einer Tierarztpraxis in der näheren Umgebung.

Um die Menschen vor Strahlung zu schützen, sind die Wände dort mit drei Tonnen Blei ausgekleidet und ein Kamerasystem überträgt Bilder in einen benachbarten Überwachungsraum.

In einer Apotheke werden alle wichtigen Medikamente gelagert.

Ebenfalls in der Praxis steht eine eigene Apotheke zur Verfügung, denn anders als in der Humanmedizin, geben Tierärzte die Medikamente, die sie verschreiben, selbst aus. Ein Labor für die wichtigsten Blutuntersuchungen steht ebenfalls bereit. In einem separaten Zimmer können Textilien und OP-Material gesäubert und steril aufbereitet werden.

Der Umzug sei vor allem aus Platzgründen erfolgt, erklärt Dr. Schweizer: Fehlende Parkplätze, zu wenig Raum und eine nicht mehr zeitgemäße Zimmeraufteilung hätten den Ausschlag zum Neubau gegeben.

Bis zur Eröffnung am Montag, verspricht Dr. Schweizer, sollen auch die letzten Vorbereitungen abgeschlossen und die 13 Mitarbeiter – unter ihnen vier Ärzte – auf die neuen Abläufe eingestellt sein. Die Patienten und ihre Besitzer können sie dann in den neuen, modernen Räumen begrüßen.

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