Große Herausforderungen für DRK-Ortsgruppen

Terminsystem soll Risiko minimieren: Gute Zahlen bei Blutspende in der Küntroper Schützenhalle

Der 61-jährige Lutz Helleckes (links) spendete am Mittwochnachmittag in Neuenrade beim DRK-Ortsverein Neuenrade Blut. Die Blutspendebeauftragte Tabea Leibig (Mitte) war mit der allgemeinen Resonanz zufrieden.
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Der 61-jährige Lutz Helleckes (links) spendete am Mittwochnachmittag in Neuenrade beim DRK-Ortsverein Neuenrade Blut. Die Blutspendebeauftragte Tabea Leibig (Mitte) war mit der allgemeinen Resonanz zufrieden.

Ehrenamtliche Helfer für die Blutspendentermine zu gewinnen, dürfte in Zeiten der Corona-Pandemie nicht einfach sein. Das DRK Neuenrade hat es aber geschafft, am Dienstag und Mittwoch Spendenaktionen in der Küntroper Schützenhalle durchzuführen. Die Resonanz war deutlich besser als noch vor Kurzem.

Neuenrade – Viele Mitglieder der Ortsvereine des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sind älter als 60 Jahre und zählen daher zur Corona-Risikogruppe, der empfohlen wird, sich möglichst vorsichtig zu verhalten und Kontakte möglichst zu vermeiden.

Das DRK Neuenrade hat es aber geschafft, am Dienstag und Mittwoch Spendenaktionen in der Küntroper Schützenhalle durchzuführen – unter Einhaltung verschiedener Vorsichtsmaßnahmen, um Spender und das eigene Personal bestmöglich zu schützen. Dazu zählte zum Beispiel das Fiebermessen im Eingangsbereich oder das Tragen einer Maske.

Tabea Leibig, Blutspendebeauftragte des DRK Neuenrade, zeigte sich gestern am frühen Nachmittag zufrieden mit der Resonanz. Am Dienstag spendeten demnach 100 Personen, für den Mittwoch erwartete Leibig weitere 100 bis 150 Spender. Bis Mittwochnachmittag waren außerdem sieben Erstspender dabei. „Unser Gesamtziel für beide Tage liegt normalerweise bei 300 Spendern, das wir in der Regel auch knapp erreichen“, so Leibig.

Insofern seien es in dieser Woche weniger Spender gewesen als sonst, aber doch deutlich mehr als bei anderen Terminen unter Coronabedingungen, wo zum Teil nur 180 Menschen gekommen seien. Warum nicht so viele Menschen nach Küntrop in die Schützenhalle kamen, dafür sieht Leibig unterschiedliche Gründe: zum Beispiel, dass der neue Spendenort weiter abseits liegt.

Normalerweise finden die Blutspenden im Philipp-Neri-Haus im Stadtzentrum statt, wegen des größeren Platzangebotes entschied sich das DRK in Corona-Zeiten zuletzt aber für die Schützenhalle. „Und wahrscheinlich haben manche Leute auch einfach Angst“, sagt Leibig.

Sie macht darauf aufmerksam, dass der Bedarf an Blutkonserven aber nicht gesunken sei, nur weil während der Pandemie in den Krankenhäusern teilweise weniger Operationen stattfinden. „Krebspatienten und chronisch Kranke, die auf Blutspenden angewiesen sind, gibt es natürlich auch jetzt.“

Was sagen die Spender? Fühlen sie sich sicher? Lutz Helleckes (61) machte sich deswegen keine großen Sorgen: „Ich habe online einen Termin vereinbart, das hat super geklappt.“ Über eine Homepage des DRK oder per Telefonhotline konnte man eine Uhrzeit für die Spende vereinbaren, sodass es nicht zu Warteschlangen kam.

„Vielleicht kann man das ja beibehalten. Ohne Wartezeit dranzukommen, ist nämlich wirklich gut“, sagt Helleckes. Er spende seit 40 Jahren Blut. Deshalb sei es für ihn keine große Frage gewesen, auch in dieser Situation der Allgemeinheit einen Dienst zu erweisen. „Und für den eigenen Körper ist es ja auch gut, wenn das Blut aufgefrischt wird, weil ein halber Liter neu produziert werden muss.“

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