Termin für Messe „Rund ums Wohnen“ geplatzt

NEUENRADE - Es war ein schönes Vorhaben, alle Kommunalpolitiker hielten seinerzeit die Idee für ausgezeichnet, gar eine gewisse Euphorie war auszumachen – indes, die für das kommende Wochenende avisierte Messe in Neuenrade wurde mangels Teilnehmer abgesagt.

Es sollte eine Messe mit all jenen werden, die im weitestens Sinne mit Wohnen und Immobilien zu tun haben. „Rund ums Wohnen in Neuenrade“ so wäre der Titel der Veranstaltung gewesen, bei der sich Makler, Vermieter, Objektbesitzer aber auch Handwerker und Vereine dem geneigten Publikum hätten präsentieren können. Immerhin wurden 40 Briefe an potenzielle Aussteller geschickt. Rückläufe gab es dabei nach Auskunft im jüngsten Ausschuss für Stadtentwicklung durch Heinz Vogel lediglich vier. Zwei Geldinstitute und zwei Versicherungen zeigten Interesse, meldeten sich an.

Bürgermeister Klaus Peter Sasse zeigte sich im Ausschuss sehr enttäuscht ob der Resonanz und Vogel sagte: „Sehr wahrscheinlich ist Neuenrade noch nicht reif dafür.“ Dabei scheint der Bedarf gegeben. Der Neuenrader Immobilienmarkt ist in Bewegung, es gibt das Projekt Jung kauf Alt, bei dem die Stadt angesichts vieler leerstehender Immoblien Gutachten über Althäuser fördert, um jungen Leuten den Kauf von Altimmobilien zu erleichtern und um Besitzer und Interessenten zusammen zu bringen. Bau - und oder Kaufwillige, aber auch potenzielle Mieter hätten bei der Messe sicher ein opulentes Angebot finden können.

Ursachen für das mangelnde Interesse bei den Angeschriebenen vermochte man nicht zu finden. Während der Sitzung wurde gemutmaßt, dass das Handwerk sehr gut ausgelastet sei, daher kein Interesse habe.

Indes: Gerne wäre die Werdohler Wohungsbaugesellschaft dabei gewesen. Geschäftsführer Ingo Wöste sagte auf Anfrage: „Wir hätten gerne mitgemacht, hätten uns mit Lebenslanges Wohnen in den eigenen vier Wänden oder Nachbarschaftshilfeprojekten präsentiert“. Den Altersanzug, der Jüngeren beim Tragen ein Altersgefühl vermittelt, hatte man schon beim Gerontologischen Zentrum bestellt. Als man sich – „zugegebenermaßen spät“, so Wöste – zurückgemeldet habe, sei man ob der Messe-Absage überrascht gewesen.

Eine Idee äußerte dann noch Bernd Buntenbach während des Ausschusses: Die Immobilienmesse mit dem Gertrüdchen zu verbinden. Der Vorschlag kam sehr gut an – man will nun darüber nachdenken. -

Von Peter von der Beck

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