Spaß am Tennis in den Vordergrund rücken

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Walter Ulbrich. ▪

NEUENRADE ▪ „Zurück zu den Wurzeln“ lautet die Losung, der sich die Tennisabteilung des TuS Neuenrade nach dem radikalen, personellen Umbruch nun verpflichtet sieht. Und die Wurzeln liegen im Breitensport. Das betonte Walter Ulbrich, der seit rund 30 Jahren im Verein Kindern und Jugendlichen das Tennisspielen beibringt, während einer Informations- und Sondierungsversammlung am Mittwochabend.

Nachdem der langjährige Vorstand um seinen Vorsitzenden Rolf-Dieter Holthaus nach Querelen geschlossen zurückgetreten war, übernahm Tobias Schneider das Ruder und formierte einen neuen Vorstand. Allerdings bringen Schneider und seine Mitstreiter wenig Vorstandserfahrung mit und fangen somit bei Null an. Keine leichte Aufgabe. Weil nun die Mannschaftsmeldungen für die kommende Saison zum Verband übermittelt werden müssen, hatte die Abteilung zu einem Treffen eingeladen. Jugendwart Attila Hildebrand gab zu Beginn einen Ausblick auf die künftige Jugendarbeit im Verein. „Hier bricht nicht alles zusammen, nur weil wir eine gute Jugendtrainerin verloren haben“, stellte er fest und bezog sich dabei auf Ruth Baumhoff. Mit den erfahrenen Walter Ulbrich und Gerd Röser stünden zwei gestandene Trainer zur Verfügung, die von Marcel Dzaja unterstützt würden. Zudem würden Gespräche mit einem weiteren jungen Trainer laufen. „Wir sind bestrebt, noch einen Trainer an uns zu binden, der mit dem vorhandenen Trio Hand in Hand arbeitet“, hob der Jugendleiter hervor und lobte Ulbrich und Co: „Wir haben euch viel zu verdanken.“

Der Spaß am Tennis soll wieder in den Vordergrund rücken, die Positionierung als breitensportlicher Verein gestärkt werden - so wie es früher war. Dabei käme die Förderung junger Talente keineswegs zu kurz, sagten Hildebrand und Ulbrich übereinstimmend. Allerdings würden die Talente dann an die umliegenden Stützpunkte vermittelt und nicht wie zuletzt von Ruth Baumhoff trainiert werden. Ulbrich, der in Köln wohnt und lebt, hätte auch in der Domstadt Tennis unterrichten können, stellt sich aber mit Röser und Dzaja aus Loyalität in den Dienst der TuS-Abteilung. „Wir müssen jetzt das Wir-Gefühl stärken. Aber wir schaffen das“, drückte sich Ulbrich aus und ist ebenso gespannt wie alle anderen, wie die Abteilung mit dem Umbruch fertig wird.

Die Herren-Mannschaft hat für sich bereits eine Entscheidung getroffen und sich abgemeldet. Es deutet sich an, dass dieses Team unter der Leitung von Ruth Baumhoff eventuell in Dahle unterkommen wird. Die Damen halten dem TuS hingegen die Treue, wie zu erfahren war.

„Die Frage, die sich stellt: Werden Ihre Kinder weiter in Neuenrade Tennis spielen“, fragte Hildebrand in die Runde und ließ dann eine Liste rumgehen. Auf dieser Basis meldet der TuS nun seine Teams und stellt einen Trainingsplan zusammen. ▪ Von Markus Jentzsch

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