Teilnahme am Trauerzug mit Risiko

NEUENRADE ▪ Trauerzüge in Küntrop müssen über einen maroden und schmalen Bürgersteig entlang der B229 zum Friedhof marschieren, während Lastwagen und Autos vorbeirasen. Die CDU will diesen Missstand ändern.

Während Alexander Klinke, Fraktionschef der CDU die Situation erläutert, muss er auf dem Bordstein balancieren. Hinter ihm rasen die Autos auf der viel befahrenen Bundesstraße vorbei. Die Fahrer geben am Ortsausgang nochmal so richtig Gas, durch den Luftzug flattern Klinkes Hosenbeine. Wer hier stolpert und auf die Straße gerät, riskiert sein Leben. Trotz der Personengruppe am Rand, rasen die Autos vorbei, als gäbe es kein Halten mehr.

Ausgerechnet über diesen Bürgersteig müssen die Trauernden zum katholischen Friedhof gehen. Gut einen Kilometer müssen sie dabei über den bröseligen Bürgersteig, hinter dem Leichenwagen hermarschieren, der zudem noch mit einem Rad auf der Straße und mit dem anderen auf dem Gehweg fährt. Die dörflichen Trauerzüge sind lang, würden zwischen 100 und 200 Teilnehmer haben. Das sei so eben im Dorf. Meist gingen die Trauernden nebeneinander, der eine balanciere über den Bordstein, der andere müsse durch den Modder des unbefestigten Randes laufen. Insbesondere für ältere Trauergäste sei das aufwändig und risikoreich. Ortsvorsteher Stracke verwies zudem darauf, dass die Situation im Winter noch dramatischer werde.

Das alles ist schon seit Jahren bekannt. Bisher wurde die Erledigung dieser Angelegenheit laut Klinke immer wieder geschoben. „Es hieß immer, man müsste unbedingt...“. Doch nun gelte es Nägel mit Köpfen zu machen und schnell zu handeln, bevor etwas Schlimmes passiere. Nun soll die Verwaltung eine Lösung – unter Berücksichtigung der Grundstückssituation – ausarbeiten. Breiter und sicherer soll der Weg werden.Im Bauausschuss am Montag soll der Antrag diskutiert werden ▪ Peter von der Beck

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