Turmhügelburg in Küntrop

Teile aus der Verankerung gerissen: Darum muss die Motte renoviert werden

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Zwei große Palisadenteile sind an der Motte aus der Verankerung gerissen. Eine heimische Zimmerei soll den Schaden zeitnah beheben.

Küntrop – Sturmtief „Sabine“ hat im Februar auch an der Küntroper Motte beträchtlichen Schaden angerichtet.

Zwei große Palisadenteile wurden durch die fast orkanartigen Winde aus ihrer Verankerung in der hölzernen Turmhügelburg gerissen. Im Palisadenverlauf sind unübersehbare Lücken entstanden. Palisaden sind nach oben zugespitzte Pfähle, die als Hindernismittel in die Erde eingegraben werden und eine Art Bollwerk an der Motte bilden. 

Das Orgateam der Küntroper Motte hat inzwischen die Ärmel hochgekrempelt und die Renovierung in die Wege geleitet. So erklärt Klaus Peter Sasse aus dem Orgateam: „Der Schaden ist der Versicherung form- und fristgerecht gemeldet worden. Wir gehen davon aus, dass wir bald mit der Renovierung beginnen können. 

Beträchtlicher Schaden

Die Reparaturarbeiten werden durch eine bekannte Neuenrader Zimmerei vorgenommen.“ Über die Höhe des entstandenen Schaden wollte sich der Alt-Bürgermeister nicht genau festlegen. Er deutete aber an, dass die Schadenshöhe „durchaus beträchtlich“ sein werde, zumal bei den Renovierungsarbeiten auch ein Kran zum Einsatz kommen werde. 

Das Sturmtief „Sabine“ und der damit verbundene Schaden an der Motte haben bei Klaus Peter Sasse das Telefon nicht stillstehen lassen. „Viele Küntroper haben sofort angerufen und mich auf die Folgen des Sturmtiefs aufmerksam gemacht“ lobt er die Aufmerksamkeit aus der Bevölkerung. 

Attraktiver Anziehungspunkt

Die Küntroper Motte ist nach einigen Jahren zu einem attraktiven, historischen Anziehungspunkt geworden. Anfragen von Vereinen, Gruppen oder Schulklassen erreichen immer wieder das Orgateam. Im vergangenen Jahr – so Klaus Peter Sasse – haben dort 20 Veranstaltungen stattgefunden. Besonders viel Aufmerksamkeit fand einmal mehr die mitternächtliche Lesung mit Geschichten und Erzählungen aus er heimischen Region. 

Die Veranstaltung wurde bereits zweimal von einer jungen Harfenistin begleitet, zuletzt waren mehr als 60 Besucher von der mitternächtlichen Lesung und auch der Harfenistin begeistert. 

Vorerst keine Veranstaltungen

Wegen der anstehenden Renovierungsarbeiten an dem mittelalterlichen Burgtyp aus Holz habe man aber von Veranstaltungsplanungen vorerst Abstand genommen, eben seien die durch das Coronavirus erteilten Auflagen (Versammlungsverbot) einzuhalten.

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