Team „PaFiRa“ triumphiert

Domenic Troilo moderierte mit spitzer Zunge.

NEUENRADE - Ein attraktives Unterhaltungsprogramm, erstklassige Moderation, genügend Möglichkeiten für Jung und Alt, sich auszutoben – und trotzdem lockte das Familienfest der Neuenrader Schützengesellschaft am Samstag nur wenige zum Kulturschuppen.

Das Wetter habe der Veranstaltung geschadet, waren sich die Schützen einig. Allerdings, für einen Verein mit mehr als 2000 Mitgliedern war die Resonanz schlicht enttäuschend. Zumal sich die Organisatoren viel Mühe gegeben hatten, ein unterhaltsames Nachmittagsprogramm auf die Beine zu stellen. Biathlon hatten sich Markus Schwarzer und Co diesmal ausgesucht – in leicht abgewandelter Form. Geschossen wurde mit einem Laser-Gewehr, gelaufen im Team. Und zwar auf zwei Holzlatten mit Schlaufen für die Füße. Harmonie war angesagt, wer vorne mitmischen wollte. Acht Teams trugen sich in die Starterliste ein. Das Maß der Dinge war das Team „PaFiRa“. Für Paul Dunker, Finn und Ralf Magiera stand am Ende eine Gesamtzeit von 9:39 Minuten zu Buche – die unangefochtene Nummer eins im Feld. Silber ging an das Team „Golden Jack“, zu dem Christiane Dekaat, Anja Stenchly und Jessica Gröning gehörten. Sie querten die Ziellinie nach 11:42 Minuten, knapp vor dem drittplatzierte Team „Die Gesetzlosen“. Olaf Neumann, Tobias Reuse und Thomas Klüppelberg benötigen 12:01 Minuten. Über einen Sonderpreis freute sich die Mannschaft „Die Kings und der Kong“ in der Zusammenstellung Dirk Weber, Andreas Pieper und Dirk Ratajczak. Die Konkurrenz zeigte kein Erbarmen mit dem amtierenden Regenten und stieß sein Team bereits in der Vorrunde aus dem Rennen.

Moderator Domenic Troilo vertonte das Spektakel in gewohnt unterhaltsamer Manier, ließ keine noch zu unbedeutend wirkende Kleinigkeit außer Acht. Er kommentierte seinen Eindruck als er bei einem Sturz des Königs tatsächlich dessen Boxershorts zu sehen bekam, sprach von windschnittigen Frisuren und wie man den nötigen Abtrieb auf dem anspruchsvollen Kurs erhält. Ein wenig Spott musste sich der eine oder andere Athlet gefallen lassen. Wenn man sich nach der Schieß-Disziplin im gegnerischen Team einreiht und erst am Bauchspeck des Vordermannes erkennt, das man irgendwie falsch am Platz ist, dann steigt man automatisch in den Rang einer Troilo-Zielscheibe auf. Doch so ernst nahmen die Beteiligten den Wettstreit nicht, der Spaß stand im Vordergrund.

Der Biathlon-Wettbewerb bildete das Skelett eines gut geplanten Familienfestes. Interesse weckten auch die Stellwände im Kulturschuppen, auf denen alte Fotos und Zeitungsausschnitte an längst vergangene Tage erinnerten. An die Kinder hatte die Gesellschaft natürlich ebenfalls gedacht. Und abends spielte dann U-Musik aus Balve live auf. Wirklich bedauerlich aus Sicht der Organisatoren, dass sich offensichtlich so viele Schützen durch den einen oder anderen Schauer abschrecken ließen. - Markus Jentzsch

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare