Schwitzen auf dem Bauernmarkt in Affeln

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Tausende Besucher flanierten am Sonntag über den historischer Bauernmarkt in Affeln

Affeln - Kein Lüftchen geht. Das Thermometer zeigt stur auf 29 Grad Celsius. Die Sonne brennt erbarmungslos auf Affeln hernieder. Es herrscht ein Wetter, an dem sich die Menschen normalerweise ins Haus verkriechen. Nicht aber so am Sonntag.

„Es ist ein bissken viel zu warm hier“, stöhnte so auch eine Frau, die gerade das Gelände betrat, auf welchem an diesem Tag der Historische Bauernmarkt die gewohnten Massen anlockte. Der Landmaschinenverein aus Affeln hat die Veranstaltung, welche längst zu einer Tradition geworden ist, nun zum 25. Male organisiert.

Leckeres zum Essen und Trinken wurde allüberall geboten – darunter befanden sich auch Kuriositäten wie ein Marzipan-Likör oder ein Softeis mit Weinbrand- beziehungsweise Kräuterschnaps-Geschmack. Aber auch Altbewährtes wie Honig in unzähligen Sorten wurde feilgeboten.

Die meisten Bauernmarkt-Besucher freuten sich über das Angebot. Eine Frau ging allerdings kopfschüttelnd über das staubig-trockene Areal und grollte vor sich hin: „Nur teure Läden hier.“

Mit dieser Kritik blieb sie weitgehend allein. „Da vorne roch es so gut nach frischem Brot“, sagte ein Mann und seufzte. Und natürlich gab es Kartoffeln: schon in Säcken zum Heimtragen, oder frisch aus dem Boden zum Selber-Lesen – ein Angebot, welches vor allen Dingen die jüngeren Kinder gerne in Anspruch nahmen.

Bauernmarkt in Affeln

Für diese war die Ausstellung von Traktoren und anderem landwirtschaftlichen Gerät auch besonders spannend. In stattlicher Anzahl waren die Agrar-Fahrzeuge ausgestellt. Teilweise befanden sich die Trecker bereits in einem musealen Zustand. Umso begeisterter schauten aber neben den Jungen und Mädchen auch die Väter mit in den Motorraum, während die Besitzer der landwirtschaftlichen Schätzen Wissenswertes zu ihrem Besitz erzählten.

Neben der Fahrzeug-Austellung befand sich einer der Bauernmarkt-Eingänge. Dort kam am Mittag eine Paar gemeinsam an, welches ohrenscheinlich etwas weiter gereist war, um zu dieser Veranstaltung zu fahren. „Mann, das ist ja am Ende der Welt hier“, sagte sie zu ihrem Begleiter. Der schaute einmal nach links und einmal nach rechts und pflichtete ihr dann bei: „Ja, hier musst Du schon geboren sein, um das schön zu finden.“ Gut, es mag sein, dass diese zwei möglicherweise nicht noch einmal den Weg nach Affeln suchen und finden werden, aber die meisten anderen Bauernmarkt-Besucher werden sicherlich zu Serientätern, wenn sie es nicht schon längst sind. Das war ihnen anzumerken und an ihren Gesichtern abzulesen.

Etwas abseits des eigentlichen Bauernmarktes hatte der MGV Liederkranz Affeln mit dem Frauenchor Affeln wieder zum Trödelmarkt gebeten. Auch dort war der Zustrom enorm. Das Interesse war groß. Geboten wurde an dieser Stelle so ziemlich alles, was der Besucher sich so vorstellen konnte, von Porzellan über Spielzeug bis hin zu Schallplatten und CDs – inklusive weihnachtlicher Deko für die heimischen vier Wände.

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