Taskforce als Gegenveranstaltung?

NEUENRADE ▪ Mit mühsam beherrschter Stimme sprach Ruth Echterhage am  Montag im Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung direkt die Taskforce (kundgetan während der Volksbankeröffnung) an, die der Bürgermeister ins Leben rufen will, um dem demographischen Wandel entgegen zu wirken.

Ob er denn nun eine Gegenveranstaltung zum Stadtmarketing ins Leben rufen wolle, fragte die FWG-Fraktionschefin nach. Denn gerade Maßnahmen, um mit dem demographischen Wandel umzugehen, sei doch Teil des modernen Stadtmarketings und sei im Konzept enthalten.

Bürgermeister Klaus Peter Sasse sieht in der Gründung der Taskforce keinerlei Gegenveranstaltung, sondern vielmehr eine Ergänzung des Stadtmarketings. Wortreich erläuterte er, dass es hier um langfristige Stadtentwicklung gehe. Das sei doch auch ureigenstes Geschäft des Bürgermeisters. Er verwies als Beispiel auf die massive interkommunale Zusammenarbeit zwischen Altena und Nachrodt-Wiblingwerde: „Wenn Altena und Nachrodt-Wiblingwerde quasi miteinander verschmelzen, dann sei das doch eine politische Entscheidung zur Stadtentwicklung und nicht Marketing. Sasse hatte weiterer Beispiele parat. Warf auch eine verstärkte interkommunale Zusammenarbeit mit Balve in den Raum. Schließlich nehme die Bevölkerungsentwicklung ähnliche Dimensionen an. Oder es gehe um den Beschluss der Affelner, die keine Neuansiedlungen haben möchten und damit aber auch ihre dörflichen Strukturen gefährdeten.

Es gehe bei der Bildung der Taskforce doch einfach darum, durch die Zusammenarbeit mit Menschen unterschiedlichster Provinienz, sei es Arzt, Einzelhändler oder Industrieller, die sich zwei oder dreimal im Jahr treffen, Ideen zu sammeln, mögliche Wege aufzuzeigen, um die langfristige Stadtentwicklung zu steuern. Und bei Stadtmarketing könne das doch alles dann umgesetzt werden. Sasse betonte noch einmal, dass es eine Ergänzung sei. Zudem schlug Sasse vor, dass die Stadt Neuenrade die Kaltmiete für das Stadtmarketingbüro übernehme, um damit auch ein Zeichen zu setzten. Fast alle Abgeordneten, bis auf Ruth Echterhage, stimmten im Rahmen des Ausschusses dafür, Ruth Echterhage enthielt sich. Kollege Buntenbach stimmte allerdings zu. (Bericht folgt) ▪ vdB

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare