Tanzkurs im Philipp-Neri-Haus

+
Die Tanzkurse von Olaf Diembeck, die seit mittlerweile sechs Jahren im Philipp-Neri-Haus angeboten werden, sind bei den Jugendlichen beliebt.

Neuenrade - „Schaut eurer Partnerin noch einmal in die Augen und dann geht ihr einen Schritt nach rechts“, ruft Olaf Diembeck. Hände schütteln, Position einnehmen und lostanzen – so sieht der Mittwochabend derzeit für 32 Jugendliche aus. Bereits seit sechs Jahren bringt der Tanzlehrer aus Altena im Philipp-Neri-Haus jungen Neuenradern klassischen Gesellschaftstanz bei.

Von Walzer über Cha-Cha-Cha bis Dicofox ist alles dabei. „Die Jugendlichen sind immer wieder an uns herangetreten und haben sich darüber beklagt, dass sie hier keine Möglichkeit haben, tanzen zu lernen“, erklärt Petra Garcia vom Jugendausschuss des Gemeinderates der Kirchengemeinde St. Mariä Heimsuchung.

Die nächsten Tanzschulen sind in Lüdenscheid, Iserlohn und Altena – dorthin kommt man nur mit dem Auto, teilweise noch mit dem Bus. Das Philipp-Neri-Haus bietet genug Platz und einen geeigneten Parkettboden für geübte und ungeübte Tanzschritte. Nur ein Lehrer fehlte noch.

Als Petra Garcia sich an Olaf Diembeck wandte, war der sofort dabei. Bewaffnet mit einem tragbaren CD-Player und jeder Menge Tanzmusik wurde der erste Tanzkurs in Neuenrade auf die Beine gestellt. Schon damals waren die Jugendlichen sofort dabei – und das blieb auch in den folgenden Jahren so.

Einmal wurde sogar ein Fortgeschrittenenkurs angeboten, weil die jungen Tänzer unbedingt weitermachen wollten. Einmal im Jahr, meist kurz vor den Schulabschlüssen, haben die Jugendlichen in acht Treffen die Gelegenheit, sich in Cha-Cha-Cha und Co. zu üben. Wasser, Cola und Apfelschorle sind in der Kursgebühr mit inbegriffen. Die Teilnehmer sind zwischen 15 und 22 Jahre alt und haben ihre Tanzpartner bereits mitgebracht.

Trotzdem wird zwischendurch getauscht – denn neben den richtigen Tanzschritten lernen die Jugendlichen auch ein paar Umgangsformen. „Knigge nebenbei“, sagt Olaf Diembeck mit einem Augenzwinkern. „Das fängt schon mit der Begrüßung an.“

Steif ist der Unterricht deswegen aber nicht – mit passender Musik und lockerem Umgangston sind alle mit Spaß bei der Sache. Zum Abschluss der Stunde werden noch einmal die Partner getauscht. Der letzte Tanz ist ein Discofox: Hände schütteln, Position einnehmen und lostanzen. Während einige Paare sich schon sicher im Takt drehen, sind andere noch etwas unsicher. Aber es ist ja auch erst die zweite Stunde und bis zum Abschlussball in der Schule bleibt noch jede Menge Zeit zum Üben. - Von Laila Weiland

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare