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Tambourcorps Küntrop nimmt an Steubenparade in New York teil

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Von: Michael Koll

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In Uniform gekleidet nahm das Tambourcorps Küntrop an der Steubenparade in New York teil. Das war ein besonderes Erlebnis für die Gruppe aus dem Sauerland.
In Uniform gekleidet nahm das Tambourcorps Küntrop an der Steubenparade in New York teil. Das war ein besonderes Erlebnis für die Gruppe aus dem Sauerland. © Schlotmann

Der Tambourcorps Küntrop nahm an der Steubenparade in New York teil. „Das ist ein Erlebnis, das wir ewig in Erinnerung behalten werden“, erzählt eine Mitreisende.

Küntrop/New York – „Auf dem Rückwege zum Hotel liefen wir über die Bürgersteige New Yorks“, erinnert sich Nina Schlotmann. Die Schriftführerin des Tambourcorps Küntrop (TC) berichtet: „Und auf dem gesamten Weg haben wir zusammen mit Mitgliedern anderer Vereine zusammen musiziert.“ Sie ist ganz sicher: „Das ist ein Erlebnis, das wir ewig in Erinnerung behalten werden.“

Mitte September hatten sich 21 Spielleute des TC auf den Weg in die amerikanische Metropole aufgemacht. Anfang dieser Woche kehrten sie nun mit einer Unmenge an Eindrücken zurück. Das eigentliche Ziel ihrer Reise um die halbe Welt war die Steubenparade, die 1957 von deutschstämmigen Amerikanerin ins Leben gerufen wurde, um seither jährlich die Heimat drüben auf der anderen Seite des sogenannten „Teichs“ zu feiern. „Für jeden Musiker ist es ja der größte Traum, einmal auf dieser Parade zu spielen“, sagte Dirk Ratajczak bei der letzten Probe vor dem Abflug. Der 1. Vorsitzende des Tambourcorps Küntrop strahlte, als er das sagte.

Jährlich kommen Tausende Schaulustige, um dem Ereignis beizuwohnen. 15 hatten jetzt allein die Musiker des Tambourcorps mitgebracht. „Und unser Ortsvorsteher ist bereits aus familiären Gründen dort“, wusste Ratajczak bei der Generalprobe in der Küntroper Schützenhalle. „Wir werden Volker Klüter in New York treffen.“

Höhepunkt war für den TC-Vorsitzenden bei der zweiwöchigen Reise allerdings nicht der Ortsvorsteher, sondern vielmehr das Summit One – eine Aussichtsplattform, auf welcher der Besucher in 325 Metern Höhe auf einem transparenten Boden steht und von dort in die Tiefe New Yorks blicken kann. Am 16. September waren die Neuenrader dort in luftiger Höhe, bevor sie tags darauf an der Steubenparade teilnahmen.

Nina Schlotmann schilderte nun die Aufregung, die alle Musiker empfanden, als es vor der Parade noch in die Saint Patrick Cathedral ging, um dort vor dem eigentlichen Großereignis einen Gottesdienst zu feiern. „Die Kirche war wirklich wunderschön“, schwärmt sie. „Die Parade im Anschluss dauerte dann aber gar nicht so lang, wie wir alle vorher gedacht hatten.“

Trotzdem sei es beeindruckend gewesen, an der Ecke 67. Straße und Madison-and-Park-Avenue zu starten und im Anschluss „über die Fifth Avenue zu marschieren, während uns die New Yorker zujubelten“, steht sie noch unter den frischen Eindrücken. „Während der Parade hatten wir vor uns Paradewagen, keine anderen Musikvereine, sodass uns alle sehr gut hören konnten.“

Dann schildert sie ein Detail: „Zum Ende der Parade war sogar ein roter Teppich für alle Vereine ausgerollt.“ Sie betont: „Das war alles in allem eine wahnsinnig tolle Erfahrung.“ Und sie verrät: „Übrigens liefen auf der Parade nicht nur Schützen- und Musikvereine mit, sondern beispielsweise auch ein Zirkus aus Köln oder ein Hundeclub für Dobermänner.“

Nina Schlotmann ergänzt: „Nach der Parade ging es für uns in den Central Park.“ Dort spielte das Tambourcorps Küntrop auf einem Oktoberfest noch ein 20-minütiges Konzert. Im Anschluss feierten alle 36 aus dem Sauerland angereisten Touristen dort noch zünftig, bis sie eben – wie eingangs geschildert – noch einmal auf den Straßen New Yorks musizierten.

Die Schriftführerin selbst aber sieht den Höhepunkt der USA-Reise beim Besuch der Niagara-Fälle am 20. September. „Wir machten eine Bootstour, bei der niemand trocken geblieben ist“, sagte sie nach der Rückkehr nach Deutschland. Und der 2. Vorsitzende des TC, Darius Kemper, hat als Fan des US-Sports auch ganz persönliche Eindrücke mitgebracht: „Am Tag nach der Steubenparade haben wir eine Fahrt mit der Fähre nach Staten Island gemacht. Und da habe ich gemerkt: Die Skyline von New York sieht wirklich so aus wie im Fernsehen – total imposant.“

Am 21. September ging es für die Neuenrader „zum Weingut von Wayne Gretzky, als wir von den Niagarafällen Richtung Williams Port fuhren“, berichtet TC-Vorsitzender Dirk Ratajczak noch von einem Highlight für ihn ganz persönlich. Nach einem Abstecher zur amerikanischen Hauptstadt Washington D. C. – inklusive Besuch des Kapitols – kehrten die Küntroper am Sonntag zurück.

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