Suche nach Utensilien ehemaliger Burgschüler

Jana Rickert, Sabine Fritsch und Marianne Ratajski sind auf der Suche nach alten Schulutensilien. Die sollen anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Burgschule im Rahmen einer Projektwoche im Mai ausgestellt werden.

NEUENRADE ▪ Die Burgschule blickt auf eine lange Geschichte zurück. In diesem Jahr feiert sie ihr 100-jähriges Bestehen. Das Gebäude, das seinen Namen von der ehemaligen Burganlage im Herzen Neuenrades erhielt, beherbergte viele Jahre die Neuenrader Volksschule, ehe sie in eine Grundschule umgewidmet wurde.

Für die Feierlichkeiten vom 7. bis 12. Mai soll auch eine Ausstellung mit alten Schulutensilien organisiert werden. Jana Rickert vom Förderverein, Lehrerin Sabine Fritsch und die ehemalige Lehrerin Marianne Ratajski befinden sich derzeit auf der Suche nach alten Gegenständen, die die damalige Zeit prägten und unter anderem den heutigen Schulkindern die Historie ein bisschen näher bringen sollen. „Wir suchen zum Beispiel alte Zeugnisse, Tintenfüller, Tafeln, Hefte, Schulranzen, Fotos aber auch Möbel oder Sportsachen“, erklärt das Trio.

Vor vier Wochen begann die Suche nach den Exponaten. Nun starten die Organisatoren einen weiteren Aufruf und bitten ehemalige Schüler der Schule in ihren Kellern oder Vitrinen zu stöbern. Drei Sammeltermine sind vorgesehen: Am 27. Januar, 24. Februar und 23. März, jeweils in der Zeit von 16 bis 18 Uhr. Dann warten die Initiatoren der Ausstellung hinter der Tür des alten Haupteingangs auf die Leihgaben. „Natürlich werden alle Gegenstände katalogisiert und sorgsam aufbewahrt. Im Anschluss an die Ausstellung gehen die Exponate dann an ihre Besitzer zurück. Es muss niemand Angst haben, dass Erinnerungsstücke verloren gehen“, versprechen Rickert, Fritsch und Ratajski.

Marianne Ratajski, die zwischen 1975 und 2000 als Lehrerin in der Burgschule Kinder ausbildete, kann sich noch gut an die Zeit nach dem Krieg erinnern. Damals lebte sie noch in Paderborn, das zu großen Teilen zerstört wurde. „Bei uns gab es noch Schulspeisungen. Wir brachten dann unsere Henkelmänner mit in die Schule. Ob es so etwas in Neuenrade gab, weiß ich nicht“, erklärt die ehemalige Lehrerin, die sich vorstellen kann, das altes Geschirr und Essbesteck die Ausstellung durchaus bereichern könnte.

Der Fotograf Dieter Blanke zählt bereits zu den Stiftern. Er fand in seinem Archiv die Vergrößerung eines altes Einschulungsfotos, das er den Organisatoren zur Verfügung stellte. Die Fotografie zeigt eindrucksvoll, wie sich die Zeiten geändert haben.

Von Markus Jentzsch

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