Feuerwehr Affeln ist 24 Stunden einsatzbereit

Feuerwehrschläuche aufzurollen ist Präzisions- und Teamarbeit. ▪ Jentzsch

KÜNTROP ▪ 2010 fand unter Leitung der freiwilligen Feuerwehr in Affeln eine 24-Stunden-Übung für die Jugendfeuerwehr statt. Weil diese Aktion beim Nachwuchs der Blauröcke glänzend ankam, planten die Brandbekämpfer nun einen 24-Stunden-Einsatz in der Küntroper Basis.

14 Kinder und Jugendliche meldeten sich am Samstagmorgen am neuen Feuerwehrgerätehaus in Küntrop um 7 Uhr pünktlich zum Dienst – einem kräftezehrenden Dienst. Denn insgesamt standen – neben den Tests am Gerätehaus – weitere elf Einsätze auf dem Plan, die den jungen Lebensrettern einiges abverlangten.

Nachdem die Gruppe im Anschluss an das gemeinsame Frühstück auf die Fahrzeuge verteilt worden war, schrillte gegen 8.15 Uhr zum ersten Mal die Sirene. Eine Gewässerverunreinigung bei der Firma Muschert & Gierse galt es zu bekämpfen. „Es geht darum, dass die Jugendfeuerwehr das theoretische Wissen, das sie sich im Winter angeeignet hat, nun in der Praxis anwendet“, erklärte Stadtjugendfeuerwehrwart Andreas Märtens.

Zwei weitere Einsätze folgten noch vor dem Mittagessen. In der Firma Schniewindt war eine Person in einen Schacht gestürzt und musste gerettet werden, anschließend schlug die Brandmeldeanlage in der Firma Stauff Alarm. Weil die Versorgung mit Löschwasser nicht reibungslos funktionierte, musste die Gruppe „nachsitzen“. Kaum waren sie wieder am Gerätehaus angekommen, meldeten die Ausbilder eine Trockenübung an, um die Löschwasserversorgung zu trainieren. Helme aufsetzen, Handschuhe und Jacken anziehen, Schläuche verlegen, an die Wasserversorgung anschließen, Löscheinsatz simulieren – und hinterher alles wieder fein säuberlich im Fahrzeug verstauen. Die 14 Kinder und Jugendlichen mussten sich ihre nächste Mahlzeit wahrlich hart erarbeiten. Trotz aller Schinderei war den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr die Freude an der gemeinsamen Arbeit anzumerken.

„Wir haben Wert darauf gelegt, dass die Einsätze alle im Küntroper Bereich stattfinden. Die Erfahrungen aus den vergangenen 24-Stunden-Übungen sind natürlich in die aktuelle Planung eingeflossen“, sagte Märtens.

Höhepunkt der Aktion war ein Löscheinsatz gegen 23 Uhr – ein realer, denn am Heiligenfeld brannten Strohballen. Ein letztes Mal mussten die Kinder und Jugendlichen dann gegen 5.30 Uhr ausrücken und eine vermisste Person suchen, ehe die Übung am Sonntagmorgen um 7.30 Uhr endete. Ein Dutzend gestandene Blauröcke hatten sich für die Leitung zur Verfügung gestellt. Ihr Ziel, viel Wissen kompakt abzuprüfen, haben sie wohl erreicht.

Sowohl die Feuerwehr als auch die Jugendfeuerwehr suchen weiterhin noch Verstärkung. Wer sich für die Arbeit im Team interessiert, dem stehen die Türen der Freiwilligen Feuerwehr jederzeit offen. Information sind auf der Internetseite http://www.feuerwehr-neuenrade.de zu finden. ▪ Markus Jentzsch

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