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Student schreibt Bachelor-Arbeit über Projekt aus Neuenrade

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Von: Peter von der Beck

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Rico Gutschlag schreibt eine Bachelor-Arbeit über das Projekt Bälle in die Hände bei Vorschulkindern.
Rico Gutschlag schreibt eine Bachelor-Arbeit über das Projekt Bälle in die Hände bei Vorschulkindern. © Peter von der Beck

Dass man den Ball auch nur mit den Händen spielen kann – das beweist das Projekt Bälle in die Hände seit vielen, vielen Monaten. Jetzt schreibt ein Student seine Bachelor-Arbeit zu dem Thema.

Neuenrade – Es sollte aber auch dazu dienen, die Motorik der Vorschulkinder und Grundschulkinder in dieser Hinsicht zu verbessern – auch vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie. Am langen Ende soll es aber auch dazu dienen, ein Angebot an Ballsportarten jenseits von Fußball in Neuenrade zu schaffen.

„Eine aktive Handballmannschaft ist in Neuenrade nicht existent“, weiß der Erziehungswissenschaftler Daniel Schwebe. Er ist auch dem Handball zugetan und verfügt zudem über ein gutes Netzwerk, nebst Verbindungen zur sportwissenschaftlichen Fakultät an der Bochumer Uni.

Auch die Beschaffung von Fördergeldern für die an das Jugendnetzwerk angeschlossenen Projekte mit wissenschaftlicher Begleitung ist nicht ohne, aber gelang wohl mit einem überzeugenden Konzept. In der vergangenen Woche gab es wieder jeden Tag Training mit Hand und Ball im Rahmen der Herbstferien. Julian Stommel und Rico Gutschlag trainierten mit den Kindern.

Die diversen Bälle-in-die-Hände-Projekte münden nun in ein erstes Projekt an dessen Ende sogar eine Handballmannschaft mit solider Basis stehen könnte: Die Abteilung Handball des TuS Neuenrade bietet in Zusammenarbeit mit Bälle in die Hände nun immer donnerstags in der Jahnhalle (Niederheide 12) für Kita-Kinder ab fünf Jahren von 15 bis 15.45 Uhr ein Handballtraining an.

Für Grundschulkinder wird Training von 17 bis 18 Uhr angeboten. Ansprechpartner sind Frank Maiworm, Telefon, 01 52 / 25 46 83 95, auch erreichbar per E-Mail unter frank.maiworm@t-online.de oder Lars Reuter, erreichbar unter 01 70 / 3 11 74 30 oder reuter@freenet.de. Los geht es am 20. Oktober.

Dass nun das Projekt Bälle in die Hände die Motorik der Kinder der diversen Altersgruppen verbessert hat, das untersucht der angehende Lehrer für Sport und Geschichte, Rico Gutschlag in seiner Bachelor-Arbeit. „Entwicklung der Bewegungsfertigkeit im Werfen, Fangen und Prellen bei Vorschulkindern“, ist die Überschrift seiner wissenschaftlichen Arbeit.

Er hat die Kinder unter anderem in einem städtischen Kindergarten und in einem Ortsteilkindergarten wissenschaftlich begleitet in dem Zeitraum von November bis April. Es gab Eingangstestungen und Ausgangstestungen, dazwischen wurde dann mit speziellen Übungen nach „Kibaz“ für die Kinder eine Collage mehrerer Übungen erstellt. Ein Ergebnis kann er schon jetzt verkünden. „Die meisten Kinder haben sich entwickelt.“

Nicht immer lief es rund mit den Übungen. „Es gab coronabedingte Ausfälle.“ Auch gab es durchaus Sprachbarrieren, berichtet Gutschlag. Da habe er dann gelernt, anders mit umzugehen. Entweder ein Kind als Dolmetscher oder eben viel mehr Zeit zu investieren und eine Portion mehr Kreativität einzusetzen.

Bei den Übungen wurden Zielscheiben mit zahlenbewehrten Ringen eingesetzt. Bei den Prellübungen war die Häufigkeit des Prellens relevant. Zudem galt es für die Kinder mit einem Medizinball über eine Bank zu balancieren. Auch motorisch besonders fitte Kinder machte Gutschlag im Rahmen seiner persönlichen Beobachtungen aus.

Der Student Rico Gutschlag ist auch Co-Trainer der C-Jugend beim VfL Eintracht Hagen. So sammelt der 23-Jährige schon einmal reichlich pädagogische Erfahrung. Und: Er hat selbst auch schon fleißig dort guten Handball gespielt.

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