Stress mit dem Plastikmüll

NEUENRADE ▪ Ärger gab es in diesen Tagen in Neuenrade mit dem „gelben Müll“ und in der zuständigen Abteilung der Stadtwerke gingen reichlich erboste Anrufe ein.

Mitarbeiter der Firma Lobbe hatten wohl die Befüllung der gelben Müllsäcke kontrolliert, etliche für falsch befüllt befunden, einen gelben Aufkleber platziert und die Säcke stehen lassen. Viel Betrieb soll dann am Bringhof geherrscht haben. Betroffene hatten den Müll dann sogleich dorthin gebracht, mussten dort dann allerdings für die Entsorgung bezahlen. Plastikreste ohne den grünen Punkt sind Restmüll. Dafür müssen die Neuenrader bezahlen. Während etliche Städte rund um Neuenrade dem Zweckverband angehören und die Müllgebühren umgelegt werden, gibt es in Neuenrade ein System, bei dem nach Gewicht bezahlt wird.

Das Kilogramm Restmüll kostet 71 Cent, Sperrgut kostet 17 Cent pro Kilogramm und Biomüll schlägt mit 47 Cent pro Kilo zu Buche. Wohl auch deshalb finden sich in Neuenrade etliche abschließbare Restmülltonnen. Die Entsorgung des Plastikmülls ist kostenfrei, weil die Verbraucher beim Kauf der Produkte die Entsorgung mitbezahlen. Die gelben Säcke werden kostenlos ausgegeben.

Es kommt, so hieß es aus dem Büro der Stadtwerke, eben häufig vor, dass Restmüll in den gelben Säcken lande. Dann habe Lobbe den schwarzen Peter und müsse für die Entsorgung bezahlen – deshalb die Kontrolle. Bau-Styropor, Essensreste, Babybadewannen oder Klappboxen – alles mögliche lande in den Säcken.

Nur Styroporverpackungen und jene Dinge, welche den grünen Punkt tragen würden, dürften im gelben Sack landen. Alles andere sei eben Restmüll. „Plastik ist eben nicht gleich Plastik“, hieß es. ▪ vdB

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