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Streit um Burgschulerweiterung: Baumfreunde fordern neuen Planungsentwurf

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Von: Julius Kolossa

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Die Mitglieder der Baumfreunde trafen sich am Samstag auf dem Schulhof der Burggrundschule.
Die Mitglieder der Baumfreunde trafen sich am Samstag auf dem Schulhof der Burggrundschule. © Kolossa, Julius

Die Baumfreunde Neuenrade wollen sich nicht damit abfinden, dass vier Bäume für die Erweiterung der Neuenrader Burggrundschule gefällt werden.

„Wie soll hier Umweltschutz gelernt werden, wenn dafür 200 Jahre alte Linden und Buchen weichen mussten?“, stellte Sabine Henke eine Frage, mit der sich denn wohl die Grundschüler auseinandersetzen müssten.

Henke gehörte zu den 15 Personen, die am Samstag an einem Ortstermin auf dem Schulhof teilnahmen. Dass das von den Schulverantwortlichen gewünschte pädagogische Konzept nach dem Ausbau räumlich und inhaltlich umgesetzt werde, mache Sinn. „Es kann aber anders geplant werden“, so Andreas Raphael, Mitglied der Baumfreunde. „Denn die bisherige Planung ist nicht alternativlos.“ Es könne eine Bebauung zur Poststraße vorgenommen werden, regte Elke Dickehage-Wette (SPD) an. „Die Bäume sind erhaltenswert, die bisherige Planung dagegen ist schrecklich.“

Gruppe ist für die Bäume und die Zukunft der Schüler

Im Schatten der Bäume kamen die Baumfreunde ins Gespräch. Hierbei machten sie deutlich: „Bäume haben in Neuenrade jetzt eine Lobby.“ Sprecherin Janine Lohmann brachte dies auf den Punkt: „Wir sind für die Bäume und für die Zukunft der Schüler. Denn beides gehört zusammen.“ Es solle im Sinne der Burgschüler, aber auch aller anderen Neuenrader ein neuer Entwurf für den Schulanbau erarbeitet werden. Andreas Raphael: „Bäume sollen mehr Wertschätzung im Rahmen des für unsere Stadt erarbeiteten Klimaschutzkonzepts bekommen.“ Und: „Neuenrade soll weiterhin schön grün bleiben.“

Dem stimmten auch die Anwohner Stefanie Krill, Susanne Luger und Petra Rotthaus zu. „Jeden Tag blicke ich auf diese Bäume – ich will und kann mir nicht vorstellen, wenn diese eines Tages für die Realisierung des jetzigen Entwurfs gefällt werden müssen.“ Die Politik solle sich auf die Suche nach Alternativen begeben, wurde als Fazit dieser Informationsveranstaltung mitgenommen.

Baumaßnahme erneut Thema im Stadtrat

Die Baumfreunde warten nun gespannt auf die öffentliche Ratssitzung am Mittwoch, 26. Januar, die um 17 Uhr im Saal des Hotels Kaisergarten beginnt. Dann nämlich steht das Thema Burgschulerweiterung erneut auf der Tagesordnung. Im Anschluss soll es weitere Treffen geben, um entsprechend auf den neuen Sachstand reagieren zu können.

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