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Streit um Burgschul-Architektenentwurf: Information oder Panikmache?

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Von: Carla Witt

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Auf dieses „Entwurfskonzept für Umbau und Erweiterung, Alternative I“ der Architekten Trimpop, Trompetter und Schulte bezieht sich Thomas Wette – und weist auf mögliche Beeinträchtigungen für das Schützenfest hin. CDU-Vorsitzender Dunker wirft ihm Panikmache vor.
Auf dieses „Entwurfskonzept für Umbau und Erweiterung, Alternative I“ der Architekten Trimpop, Trompetter und Schulte bezieht sich Thomas Wette – und weist auf mögliche Beeinträchtigungen für das Schützenfest hin. CDU-Vorsitzender Dunker wirft ihm Panikmache vor. © Witt, Carla

„Es ist zum jetzigen Zeitpunkt komplett absurd, zu behaupten, das Schützenfest könne nicht stattfinden, weil auf dem Wall Schulcontainer aufgestellt werden könnten“, unterstreicht Marcus Dunker.

Der Vorsitzende der CDU Neuenrade ist sauer. Er wirft SPD-Chef Thomas Wette vor, „Nebelkerzen zu zünden“, um die Neuenrader – und ganz besonders die Schützen – damit zu verunsichern.

Dunker hatte sich bereits am Wochenende an die Redaktion gewandt, um „zu verhindern, dass weitere Falschwahrheiten verbreitet werden“. Am Montag schilderte er den Hintergrund seines Anrufs: Ihm sei zugetragen worden, dass der Sozialdemokrat Wette am Samstag den Schießstand Hinter der Stadt besucht und dort mehrere Schützen vor der Fahrt zur Jubiläumsfeier des Küntroper Tambourcorps angesprochen habe. „Man hat mir erzählt, dass Thomas Wette dort verbreitet hat, dass das Schützenfest ja ausfallen müsse, wenn dort demnächst während des Umbaus der Burgschule Container aufgestellt werden.“ Das hätten ihm gleich mehrere Schützen am Telefon berichtet.

Container waren Thema bei SPD-Versammlung

Thomas Wette weiß von einem Besuch des Neuenrader Schießstands aber nichts. „Ich war nicht dort. Auch an der Jubiläumsfeier in Küntrop habe ich nicht teilgenommen.“ Nach dem Tod seines Schwiegervaters Wilhelm Dickehage Anfang April – Dickehage war ein Urgestein der Neuenrader Schützengesellschaft – falle es ihm momentan noch schwer, Veranstaltungen zu besuchen, die mit den Schützen in Zusammenhang stünden. Am Wochenende sei er lediglich zum Maibaumfest in Affeln gefahren. „Und dort ist nicht ein Wort über die Container gesprochen worden.“

Thematisiert hatte der SPD-Chef den möglichen Standort der Container, in dem während der Bauphase voraussichtlich mehrere Schulklassen untergebracht werden sollen, aber dennoch – und zwar im Rahmen der SPD-Jahreshauptversammlung, die am Freitagabend im Restaurant Wilhelmshöhe stattfand. Dort hatte Wette auf einen entsprechenden Architektenentwurf aufmerksam gemacht und darauf hingewiesen: „Das ist der Standort sowohl für das Schützenfest als auch für das Gertrüdchen.“

Dunker: Habe Entwurf nie gesehen

Das „Entwurfskonzept für Umbau und Erweiterung, Alternative I“ der Architekten und Bausachverständigen Trimpop, Trompetter und Schulte, auf das sich Thomas Wette bezieht, und das der Kommunalpolitik zur Verfügung gestellt worden sei, liegt der Redaktion vor. Marcus Dunker sagte, er selber habe einen solchen Entwurf nie gesehen. Auch spiele ein solches Papier überhaupt keine Rolle. „Wir würden niemals etwas entscheiden, was das Schützenfest auch nur beeinträchtigen könnte, ohne vorher mit den Schützen darüber zu sprechen“, hebt Dunker hervor. Es sei mit Blick auf Schulcontainer bisher weder etwas besprochen, geschweige denn etwas geplant worden. „So weit sind wir noch gar nicht.“ Thomas Wette schüre bewusst unbegründete Ängste.

Das sieht der Sozialdemokrat Thomas Wette ganz anders: „Es gehört zu meinen Aufgaben als Kommunalpolitiker, auf solche möglichen Entwicklungen bereits im Vorfeld aufmerksam zu machen.“ Es sei für ihn selbstverständlich, dass man einen Verein schon frühzeitig darauf aufmerksam machen müsse, wenn die von ihm geplanten Veranstaltungen eventuell durch bauliche Maßnahmen in der Stadt und deren Folgen beeinträchtigt werden könnten.

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