Streik: Neuenrade durch MVG betroffen

Fahren am Mittwoch nicht planmäßig.

NEUENRADE ▪ Verdi hat die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes zum Warnstreik aufgerufen. Neuenrade ist vorerst nur mittelbar betroffen. Doch das kann schon zu massiven Ärgernissen führen.

Denn bei der MVG wird am Mittwoch gestreikt und das hat natürlich auch Auswirkungen auf Neuenrade. Hier müssen die Hönnestädter mit ganztägigen Behinderungen rechnen. Vor allem, wenn es darum geht, Anschlussbusse zu bekommen.

Busse fahren wohl – aber eben nur dort, wo die Privatunternehmer eingesetzt werden.

Die MVG schreibt: „Es ist davon auszugehen, dass die MVG ab Betriebsbeginn ganztägig nur sehr eingeschränkt ihren planmäßigen Linienverkehr anbieten kann. Es muss damit gerechnet werden, dass es zu vollständigen Ausfällen auf fast allen Linien kommen wird.

Folgende Linien fallen voraussichtlich ganz aus: S1 Lüdenscheid – Iserlohn; S2 Lüdenscheid – Werdohl - Plettenberg; Linie 1 Hagen, Hohenlimburg – Iserlohn – Hemer – Menden; Linie 40 Lüdenscheid, Schubertstr. - Gymnasium Saarlandstraße; Linie 41 Lüdenscheid, Schubertstr. – Lüdenscheid, Eichholz; Linie 42 Lüdenscheid, Brüninghausen - Lüdenscheid, Gevelndorf; Linie 54 Lüdenscheid – Herscheid - Plettenberg; Linie 70 Plettenberg – Attendorn.

Die MVG weist zudem darauf hin, dass es sich bei Warnstreiks um höhere Gewalt handele, daher gebe es keinen Anspruch auf Entschädigung und auch die Mobilitätsgarantie der MVG greife nicht. Ab Donnerstag, 22. März, würden die Busse ab Betriebsbeginn wieder planmäßig fahren.

Der für Neuenrade zuständige Verdi-Mann, Ulrich Padberg, sagte, dass man den Druck erhöhen werde, betonte aber gleichzeitig , dass Verdi mit den Streikmaßnahmen „nicht den Bürger treffen“ wolle. Doch es gehe bei diesem Streik darum, zehn Jahre ohne Reallohnanpassung zu kompensieren. Und, das betonte Padberg, „es gehe aber auch um Wertschätzung“. Padberg sagte weiter, dass nach der nächsten Verhandlungsrunde – nach dem 28./29. März auch Neuenrade direkt bestreikt werde. ▪ vdB

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