Neue Ampeln für eine möglichst freie Fahrt

An der Bahnhofstraße wird die erste der drei per Programm gesteuerten Ampelanlagen gebaut. - Foto: von der Beck

Neuenrade -  Die „Neusignalisierung“ Neuenrades, so der Fachjargon der Techniker, wird wohl innerhalb der nächsten sechs Wochen abgeschlossen sein. Drei Ampelanlagen werden für 230000 Euro erneuert.

Von Peter von der Beck

Die Ampeln, jene an der großen Kreuzung DahlerStraße/Werdohler Straße/Poststraße, die Anlage an der Einfahrt zum Mühlendorf/Bahnhofstraße/Lange Gasse und die Fußgängerampel an der Bahnhofstraße am Fußweg zum Schulzentrum werden werden fein aufeinander abgestimmt, dass sich der Verkehrsfluss auf der Bundesstraße durch Neuenrade verbessert.

Rund 230 000 Euro kostet das den Steuerzahler. Dafür erhält er mit einer speziellen Software, einer Videokamera und LED-Licht für bessere Sichtbarkeit bei ungünstigen Lichtverhältnissen (blendende Sonne) ausgestattete Ampelanlagen, die sogar online sind. Eine grüne Welle kann nicht garantiert werden, gleichwohl werde der Verkehrsfluss sicher optimiert, hieß es von StraßenNRW.

Leiter des Projektes Neue Ampeln für Neuenrade ist Walter Glombik, technischer Angestellter. Der berichtete auf Nachfrage auch, dass die Anlagen selbstverständlich auch behindertengerecht ausgestattet sind, mit entsprechenden Tonsignalen und Anzeigen für Seh-, und Gehbehinderte. Das Projekt hat begonnen, an der Bahnhofstraße wird schon die erste Anlage installiert. Teilweise müssen alle drei Anlagen noch mit einem Steuerkabel verbunden werden, dafür müsse der Bürgersteig aufgerissen werden.

Die Ampeln enthalten kleine Rechner und Programme, die vorher mit ermitteltem Datenmaterial gefüttert wurden. Basis sind vorhandene Zahlen aber auch die Ergebnisse von Testläufen (Störungen werden inszeniert) bei StraßenNRW. Nachts läuft ein anderes Programm als zum Feierabendverkehr, gleichzeitig stehen die Ampeln untereinander in Verbindung, Fahrzeug-Pulke werden über den Videodetektor (der lediglich einen kleinen Ausschnitt wahrnimmt) registriert. Die Software ist so ausgelegt, dass die Ampeln eben auch auf Veränderungen (Stau durch Unfall) in gewissem Maße reagieren können. „Die denken schon ein bisschen mit sagte Glombik“. Größere Änderungen an der Schaltung der Ampelanlage müssen mit dem Segen der Verkehrsbehörden erfolgen. Und wenn denn eine Anlage mal ausfällt wird automatisch der StraßenNRW und der zuständige Betreiber der Anlage informiert. Letzter muss denn auch flott reagieren.

Auch die Stadt Neuenrade wird im Zuge der Arbeiten an der Neuinstallation der Ampelanlagen tätig. So werden die Zugänge zu den Ampeln natürlich barrierefrei gestaltet, auch werden gewisse „taktile Elemente“ für Sehbehinderte auf dem Gehweg eingelassen, erläuterte Marcus Henninger, Bauamtsleiter der Stadt Neuenrade. Er ist optimistisch, dass sich der Verkehrsfluss auf jeden Fall verbessert.

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