Gutachten nötig

Umgehungsstraße in Neuenrade lässt auf sich warten

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Neuenrade - Wann es etwas wird mit der Neuenrader Umgehungsstraße, das weiß niemand. Sicher ist nur, dass es noch sehr lange dauern wird bis sie möglicherweise Realität wird.

Dabei waren die Unterlagen vor Jahren schon einmal so weit vorbereitet, dass der Aufstellungsbeschluss kurz bevorstand. Aber: Der Großteil wichtiger Planungsunterlagen ist obsolet.

Das teilte der Sprecher von Straßen.NRW, Michael Overmeyer, auf Nachfrage der zuständigen Fachleute mit. Die Unterlagen seien jetzt nicht mehr zu gebrauchen, die seien so alt, dass sie nun komplett überarbeitet werden müssten. 

Ein Ingenieurbüro muss her

Ob Gutachten zum Thema Landschaft, Wasser, Lärm oder Querschnitt, auch weil ein Gutachten möglicherweise auf das andere aufbauen würden und manche Dinge miteinander verwoben sein, müsse im kommenden Jahr ein Ingenieurbüro beauftragt werden.

Auch das sei nicht ganz so einfach, ein Ingenieurbüro müsse erst einmal gefunden werden, sagte Overmeyer.

Was das im Groben koste, vermochte Overmeyer nicht zu sagen. „Die Preise sind marktabhängig.“ Zudem sei es wohl nicht einfach, ein Büro zu bekommen, auch vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels.

Das Verfahren kann sich Jahre hinziehen

Das merke man auch im Ingenieurwesen. Und wenn es dann zum Aufstellungsbeschluss mit anschließender Beteiligung der Öffentlichkeit komme, könne sich das Verfahren ja noch Jahre hinziehen.

Die B229n soll in West-Ost-Richtung verlaufen und südlich um Neuenrade herumführen. Immerhin wurde das Projekt 2015 unter der Rubrik „vordringlicher Bedarf“ gebucht – der höchsten Priorisierungsstufe, die es im sogenannten Bundesverkehrswegeplan gibt.

Damit ist eigentlich ein zeitlicher Rahmen verbunden. Innerhalb der 15-jährigen Gültigkeitsdauer sollte die Straße mindestens in Angriff genommen werden – also bis 2030.

Von Peter von der Beck

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