Stöbertag gewährt Schülern Einblicke in die Berufswelt

Der Stöbertag ermöglicht Kindern vielfältige Erfahrungen mit der Berufswelt zu sammeln.

NEUENRADE ▪ Kinder sind neugierig. Sie wollen wissen, was sich in der Welt der Erwachsenen abspielt. Die meisten Bereiche der Arbeitswelt sind dem Nachwuchs im Alltag jedoch nicht zugänglich. Der kreisweite Stöbertag am 4. Mai will Abhilfe schaffen.

Viertklässler stöbern dann gezielt im Berufsalltag der Großen. In Neuenrade mangelt es derzeit jedoch noch an teilnehmenden Unternehmen. „Wir suchen noch einige Werkstätten, Betriebe und Praxen, die Kindern Einblicke in ihre Arbeitswelt ermöglichen“, teilte Kurt Mauer, Leiter des Sozialamtes, auf Anfrage unserer Zeitung mit. Geplant sei, rund 135 Grundschüler aus Neuenrade und Affeln in kleinen Gruppen für jeweils zwei Stunden in Berufe hineinschnuppern zu lassen: vormittags zwischen 10 und 12 Uhr und am Nachmittag in der Zeit von 14 bis 16 Uhr.

Betriebe gesucht

„Am Vormittag haben wir für alle Kinder einen Platz, aber der Nachmittag bereitet uns noch Sorgen“, schilderte Maurer. 38 Schüler ständen in der zweiten Einheit bislang noch ohne Stöberplatz dar. „Es wäre sehr schade, wenn manche Kinder nur einen halben Stöbertag erleben könnten“, meinte der Sozialamtsleiter.

Von Kooperation profitieren

Dabei könnten Kinder und Unternehmen gleichermaßen von der Kooperation profitieren. Das meint auch Logopädin Heike Körtke. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Nadine Fahl nimmt sie bereits zum dritten Mal am Stöbertag teil. Mit Begeisterung gewährte sie den Schülern Einblicke in ihren Beruf und war gar enttäuscht, als eine Teilnahme im vergangenen Jahr ausfallen musste.

Mit viel Eifer dabei

„Wir nehmen uns gezielt Zeit für den Stöbertag, denn die Arbeit mit den Kindern macht immer viel Spaß“, erklärte Körtke. Sie seien neugierig und oft mit Eifer dabei, wenn es darum gehe, in einem Rollenspiel selbst Sprachtherapeut zu sein.

Selbst Therapeut sein

„Nachdem wir den Kindern die Praxis gezeigt haben, demonstrieren wir eine Therapiestunde und lassen die sie Übungen selbst ausprobieren“, kündigte Körtke an. Wie sonst sollten Kinder verstehen, was ein Logopäde macht, wenn sie ihn nicht benötigen? Das Mitwirken am Stöbertag könne das Berufsbild des Logopäden in der Öffentlichkeit beeinflussen.

Unternehmen Schülern und Bürgern näher bringen

Dieser Meinung ist auch Torsten Langer vom Drahtwerk Elisental. „Wir öffnen uns beim Stöbertag gezielt nach Außen, wir bringen Elisental den Schülern und damit auch den anderen Neuenradern näher“, erläuterte Langer. Da die Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren gut ankam, sei Elisental auch in diesem Jahr wieder mit von der Partie. „Unsere Ingenieure zeigen den Kindern, wie aus dickem Draht ganz feiner zur Verwendung an Teebeuteln gemacht wird“, erklärte Langer.

Hauptschüler als Begleitung

Schon die einfachsten Dinge seien für die Mädchen und Jungen interessant, so Maurer. Völlig allein ließe die Stadt die Firmen mit den Schülern auch nicht. Hauptschüler begleiteten die Kinder bei ihrer Stöbertour.

Bei Kurt Maurer melden

Interessierte Betriebe können sich noch bis Donnerstag, 15. April, bei Kurt Maurer, Tel. 0 23 92 / 6 93 50, melden. Anschließend werden die Zusagen in einem Heft zusammengefasst. Die Schüler geben dann Wünsche für ihren Stöbertag abgeben.

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