Stiftung als Netzwerk für die Heimatpflege

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Bürgermeister Klaus Peter Sasse präsentierte dem Verein das Stiftungsprojekt. ▪

NEUENRADE ▪ Seit nunmehr 26 Jahren fungiert Dr. Rolf Dieter Kohl als Vorsitzender des Vereins für Geschichte und Heimatpflege Neuenrade. Am Montagabend ließ er sich aus gesundheitlichen Gründen für die Jahreshauptversammlung im Hotel-Restaurant Zur Eule entschuldigen. Peter Müller leitete die Versammlung, hob ausdrücklich hervor, was der Heimatverein seinem Vorsitzenden zu verdanken hat und wünschte ihm eine baldige Genesung.

Gut besucht war die Jahreshauptversammlung des Vereins für Geschichte und Heimatpflege. Ein Besuch, der sich lohnte. Denn zum einen stellte Bürgermeister Klaus Peter Sasse ein interessantes Projekt vor und zum anderen hielt Dipl.-Ing. Christian Hoebel im Anschluss an die Versammlung einen informativen Vortrag zum Thema Technische Baudenkmäler.

Im Rahmen der Tagesordnung wählte die Versammlung Jürgen Hederich als Schriftführer wieder. Peter Müller stellte zudem die geplanten Veranstaltungen bis zum Jahresende vor: Vorträge von Dr. Agnes Zelk zum Thema „Frisuren und Haarmode im Wandel der Jahrhunderte“ und von Dr. Rudolf Tillmann über die Geschichte bäuerlicher Familien seien vorgesehen.

Sasse informierte die Mitglieder über den Stand der Dinge in Bezug auf den Aufbau der „Motte“, der Turmhügelburg, die in Küntrop in der Nähe des Bodendenkmals am Gevener Weg aufgebaut werden soll. Als Standort verwies der Bürgermeister auf die Stelle neben der Schützenhalle r, „in der nord-östlichen Ecke des alten Sportplatzes“. Der Bauantrag sei in Bearbeitung, die Bedenken der Anwohner wären bei einem Ortstermin ausgeräumt worden.

Zum anderen erklärte das Stadtoberhaupt, dass er die Gründung einer Stiftung initiiert hätte. Zweck der Stiftung sei es, ein Netzwerk zwischen Stadt und Verein herzustellen, um zum Beispiel ein solches Vorhaben wie die Rekonstruktion der Motte professionell zu koordinieren. 75 000 Euro stünden der Stiftung als Startkapital zur Verfügung, ergänzte Sasse.

Der abschließende Vortrag zum Thema Technische Baudenkmäler von Dipl.-Ing. Christian Hoebel kam bei den Zuhörern gut an. Hoebel richtete seinen Fokus auf den Märkischen Kreis, ließ den Blick aber auch darüber hinaus schweifen. Die Balver Luisenhütte sprach er ebenso an wie die Bahnhöfe in Altena, Werdohl und Neuenrade, Baudenkmäler in Lüdenscheid und Kierspe-Rönsahl. Hoebel ging auch auf negative Entwicklungen ein und nannte Beispiele. ▪ maj

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