Nach Pastoralverbund-Entscheidung

Sternsingeraktion 2021 in Affeln, Altenaffeln und Blintrop steht vor der Absage

Eine zentrale Aussendungsfeier der Sternsinger für Affeln, Altenaffeln und Blintrop findet Anfang 2021 nicht statt, komplett ausfallen wird die Aktion aber nicht.
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Eine zentrale Aussendungsfeier der Sternsinger für Affeln, Altenaffeln und Blintrop findet Anfang 2021 nicht statt, komplett ausfallen wird die Aktion aber nicht.

Bis Mittwochmittag stand die Sternsinger-Planung. Die Vorbereitungsteams in Affeln, Altenaffeln und Blintrop hatten sich viele Gedanken gemacht, um die Aktion Anfang Januar trotz der Pandemie möglichst sicher durchführen zu können.

Doch jetzt ist unklar, was im Januar stattfinden kann: Aufgrund des erneut gestiegenen Inzidenz-Wertes im Märkischen Kreis haben die Verantwortlichen des Pastoralverbunds Balve-Hönnetal am Tag vor Heiligabend entschieden, alle Präsenzgottesdienste und Krippenfeiern bis mindestens 10. Januar zu streichen.

„Ob das nun das Aus für die Sternsingeraktion Anfang des neuen Jahres bedeutet, vermag ich noch nicht zu sagen“, erklärte Pfarrer Andreas Schulte. Theoretisch bestünde zum Beispiel in Affeln die Möglichkeit, dass die Sternsinger den Segen unter freiem Himmel empfangen. „Ob das am 3. Januar möglich sein wird, müssen wir aber abwarten“, sagte der Geistliche. In diesen unsicheren Zeiten könne man nicht so weit vorausplanen.

Entscheidung soll am 29. Dezember fallen

„Die Verantwortlichen der Sternsingeraktion wollen am 29. Dezember gemeinsam entscheiden, was am Sonntag darauf gemacht wird“, berichtete der Pfarrer. In anderen Gemeinde würde auch über eine Terminverschiebung nachgedacht. „Das ist zwar sehr ungewöhnlich, aber es sind auch ungewöhnliche Zeiten“, so Schulte. In der Gemeinde St.-Mariä-Heimsuchung in Neuenrade hatte der Krisenstab schon vor längerer Zeit entschieden, die Sternsinger-Aktion in der Hönnestadt zu streichen. Stattdessen sollten alle Haushalte der Pfarrei einen Brief erhalten, dem ein Überweisungsträger beigelegt werden sollte – verbunden, mit der Bitte, für Kinder in der Ukraine und weltweit zu spenden.

„Wir müssen in diesen Zeiten neue Wege finden, um auf die Menschen zuzugehen“, hatte Ursula Bender, die seit vielen Jahren mit in die Betreuung der Sternsinger in der St.-Lambertus-Gemeinde in Affeln eingebunden ist, im Vorfeld der Gottesdienstabsagen durch den Pastoralverbund bereits erklärt.

Gemeinsame Aussendungsfeier nicht zu verantworten

Coronabedingt war schon da klar, dass die Mädchen und Jungen die Sternsinger-Tradition nicht in gewohnter Weise ausführen und an den Haustüren klingeln werden. Auch eine gemeinsame Aussendungsfeier der Sternsinger für Affeln, Altenaffeln und Blintrop sollte es nicht geben. „Das können wir nicht verantworten“, stellte Ursula Bender fest. Stattdessen hatten die Verantwortlichen aus dem Affelner Vorbereitungs-Team eine Alternative gefunden: Am Sonntag, 3. Januar, sollten die Sternsinger im 9-Uhr-Hochamt den Segen erhalten, um diesen anschließend in die St.-Lambertus-Gemeinde zu tragen; und zwar an verschiedenen Standorten unter freiem Himmel.

„Nach der Messe werden alle Sternsinger die Grüße auf dem Kirchplatz übermitteln“, teilten die Verantwortlichen das Konzept mit. Danach sollten die Mädchen und Jungen in kleine Gruppen aufgeteilt werden, um Stationen in Affeln aufzusuchen. „Diesen sind jeweils einzelnen Straßen zugeordnet“, beschreibt das Vorbereitungsteam die diesjährige Aktion. Was von dieser Aktion nun noch stattfinden kann und wann, bleibt abzuwarten

Zu bestimmten Zeiten an festgelegten Punkten

Die Gruppen sollten zu bestimmten Zeiten den Segen an festgelegten Punkten überbringen. Dort hätten die Bewohner der zugeordneten Straßen die Möglichkeit gehabt, sich mit einer Spende an der Sternsingeraktion „Kindern Halt geben“ zu beteiligen. Die Sammeldosen sollten jeweils so aufgestellt werden, dass eine kontaktlose Spende erfolgen kann.

Ursula Bender und ihre Mitstreiterinnen – Monika Bott und Alexandra Jeßegus – waren stolz auf die Kinder und Jugendlichen aus dem Dorf: 18 hatten sich bereit erklärt, Segenswünsche zu übermitteln: „Die große Anzahl der Rückmeldungen der Kinder und Jugendlichen aus dem Dorf zeigt, dass es vielen ein Bedürfnis ist, gerade in diesen Zeiten die Schwächsten nicht zu vergessen.“ Die Sternsinger hätten sich gerne dafür eingesetzt, „Kindern Halt zu geben“. Das Vorbereitungsteam hatte sich vor allem vor dem Hintergrund der erschwerten Bedingungen in diesem Jahr sehr über die vielen Rückmeldungen gefreut. Ob die Kinder nun tatsächlich den Segen bringen dürfen, ist völlig unklar.

In Altenaffeln singen die Sternsinger auf dem Schulhof

In Altenaffeln sollten die Sternsinger nach der Andacht in der St.-Lucia-Kapelle auf dem Schulhof singen. Gesammelt werden sollte für das Hilfswerk der Sternsinger-Aktion und für Schwester Damian, die gebürtig aus Garbeck kommt und sich um Waisenkinder in Kenia kümmert.

In Blintrop sollten die Sternsinger beinahe wie üblich von Haus zu Haus ziehen – allerdings unter Einhaltung der Hygienevorschriften. Die Sternsinger hätten jeweils eine Spendendose und ein Körbchen vor die Tür gestellt, geklingelt und wären ein ganzes Stück zurückgetreten. Wäre die Tür geöffnet worden, hätten sie ihren Spruch aufgesagt. Die Blintroper hätten anschließend etwas in die Spendendose stecken und etwas in den Korb legen können. Ob es dazu nun noch kommt, wollen die Verantwortlichen am 29. Dezember entscheiden.

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