Sternsinger sammeln Spenden

Die Sternsinger werden auch gerne mal hereingebeten, um ihren Segen auszusprechen.

NEUENRADE - Der Stern an der Tür symbolisiert den Stern, der die Weisen zur Krippe in Bethlehem führte. Die Buchstaben C, M und B stehen für den lateinischen Satz „Christus Mansionem Benedicat“, was heißt: „Christus segne dieses Haus“.

Viele verbinden mit den Buchstaben auch die Namen der Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar. Zwischen den Buchstaben finden sich in der Summe drei Kreuze. Sie leiten sich vom Segen ab, der im Namen des Vaters, des Sohnes und der Heiligen Geistes ausgesprochen wird.

Das Sternsingen, das immer in den ersten Januar-Tagen stattfindet, blickt auf eine lange Tradition zurück. Ende der 1950er Jahre fand die Sammelaktion zum ersten Mal statt. Seitdem ist viel passiert. Das Traditionssingen zählt heute zu den größten Solidaritätsaktionen – weltweit. Endlos scheint die Liste der unterstützten Projekte. Aber eines haben die Projekte gemein: Kinder und Jugendliche setzen sich für Gleichaltrige ein – von Europa bis Afrika, vom Nahen Osten über Asien bis Ozeanien.

In Neuenrade und Küntrop machten sich die Sternsinger schon am Samstag auf den Weg, tags drauf klopften die engagierten „Könige und Sternträger“ dann in Affeln an die Türen der Haushalte.

„Wir haben die Sechstausender-Marke geknackt“, sagte Bettina Scheumann im Anschluss an die Auszählung der Neuenrader Sänger und konnte ihre Freude über den Erfolg nicht verbergen. Bereits im Vorfeld machte das starke Interesse an der Aktion Hoffnung, 2014 könnte mit Blick auf die Solidaritätsbekundung ein gutes Jahr werden. Nachdem die Euros und Cents ausgezählt waren, stand eine Zahl vom 6201,84 Euro unterm Strich. Geld, das direkt dem Kindermissionswerk zu Gute kommt.

In Küntrop hatten sich die Sternsinger entschieden, gezielt das brasilianische Sozialwerk Avicres zu unterstützen. Avicres ist eine portugiesische Abkürzung, die übersetzt so viel bedeutet wie: „Gemeinschaft für das Leben, damit es wachse in Solidarität“.

Sechs Gruppen zogen am Sonntag dann in Affeln durch die Straßen der Gemeinde, verkleidet als die drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar. Die Affelner Sternsinger splitten ihre Spendeneinnahmen. Ein Teil geht an das zentrale Kindermissionswerk, die andere Hälfte wird an die aus Garbeck stammende Schwester Damian übergeben, die sich für Straßenkinder in Nairobi einsetzt.

Von Markus Jentzsch

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare