Sterbender Eichenbestand in Affeln

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Die Mitglieder des Umweltausschusses begutachten den gefährdeten Eichenbestand. ▪

NEUENRADE ▪ Hier geht es wahrlich um Nachhaltigkeit. Entscheidungen, die in dieser Sache gefällt werden, kommen im Jahr 2080 zum Tragen. Dienstag mussten die Mitglieder des Ausschusses Umweltschutz und Forsten sich bei Ortsterminen in Affeln und am Kohlberg/Judenberg ein Urteil bilden.

Klar scheint, dass man sich in Affeln kurzfristig bis mittelfristig vom Eichenwald in der Mormke verabschieden muss. „Es handelt sich um einen sterbenden Eichenbestand“, sagte Forstamtmann Georg Cormann in der Sitzung nach dem Ortstermin. Zu alt sind die Eichen geworden, ein Käfer tut sich zudem gütlich an den gut 150 jahre alten Eichen, große Äste im Kronenbereich sind deshalb morsch, könnten zudem Wanderer gefährden, erläuterte der zuständige Forstamtmann Georg Cormann. Ursprünglich habe man den Bestand um 50 Festmeter lichten wollen, geworden sind es dann aber 130 Festmeter Stammholz. Das muss zudem nun trotz des weggebrochenen China-Marktes verkauft werden. Am Rande des Gebietes wurden inzwischen in Auslichtungen auch Robinien gepflanzt. Die werden aufwändig mit einer grünen Röhre aus gewachstem Papier vor Verbiss geschützt. In etwa 70 Jahren werden die Bäume geerntet. Auch andere Auslichtungen sollen wieder bepflanzt werden. Mit welchen Baumarten, das soll in einer Sitzung im Herbst beraten werden.

Durchforstungsarbeiten sind auch am Kohlberg in der Nähe des Skihangs nötig. Hier müssen Bauminseln, welche Kyrill überlebt haben, weichen. Sie bieten dem Wind reichlich Angriffsfläche und die Fichten werden vom Käfer befallen. „langfristig hätten diese Fichten keine Chance, sagte Förster Franz-Josef Stein. Immer mal wieder fallen zudem exponierte Bäume um und verschärfen die Situation. Der Ausschuss fasste einstimmig den Beschlussvorschlag, für den Rat, die Durchforstungsmaßnahmen entsprechend durchzuführen. Eingeschlagen werden rund 300 Festmeter. Nach Abzug der Kosten soll es einen Erlös von 15000 Euro geben. Das Geld fließt in den großen Topf des städtischen Haushaltes, erläuterte Kämmerer Gerhard Schumacher am Rand des Ortstermins. ▪ Peter von der Beck

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