Anmeldezahlen

Hönnequell-Schule: „Situation analysieren, Eltern befragen“

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Die Hönnequell-Schule: Für das Schuljahr 2018/2019 wird es rund 40 Fünftklässler geben.

Neuenrade - Ratlosigkeit herrscht überwiegend bei Fraktionen und Parteienvertretern des Neuenrader Stadtrates angesichts der geringen Anmeldezahlen an der Hönnequell-Schule.

Nur 41 Kinder (es gab 109 Grundschulabgänger) wurden an der Schule angemeldet. Die Gemeinschaftsschule startet daher erstmals zweizügig nach den Sommerferien.

SPD-Fraktionschef Thomas Wette kommentierte: „Ich bin entsetzt über diese Entwicklung“. 

Der Bürgermeister und die Stadt hätten es versäumt, da vernünftige Arbeit zu liefern, für die Schule professionell zu werben. Da gebe es ganz andere Kampagnen. Man müsse mehr machen. So viel Geld sei in die Hand genommen worden und jetzt gehe es schief. Nun müsse die Situation im Detail analysiert werden.

Für eine verstärkte Werbung und ein pointierteres Herausstellen der Schule plädierte der Sprecher der Bündnisgrünen, Ulrich Naumann. Aber auch er spricht dafür die Situation zu analysieren.

Bei den Eltern nach Beweggründen fragen

Für eine Analyse ist auch Bernhard Peters, FWG-Fraktionschef. Man müsse bei der Grundschule nachhören, warum sich die Eltern so entschieden hätten. Und auch bei den Eltern gelte es nachzufragen, um die Beweggründe zu erfahren.

Bei den Eltern nachzufragen, das würde auch FDP-Vertreterin Claudia Kaluza vorschlagen. „Das ist alles nicht so berauschend. Wir müssen eben schauen, woran es liegt. Sie vermutet, dass möglicherweise „das Vertrauen in die Gemeinschaftsschule“ fehle.

Daniel Wingen, stellvertretender Fraktionschef der Mehrheitsfraktion CDU, berichtete, dass man im Rahmen der Gesamtvorstandssitzung der CDU darüber gesprochen habe. Er persönlich sei angesichts der Anmeldezahlen sprachlos, habe keine Erklärung. 

An der Stadt könne es nicht liegen

An der Stadt könne es sicher nicht liegen, die Schule werde bestens ausgestattet, man kümmere sich. Es gelte nun, sich mit der Stadtverwaltung zusammenzusetzen und gemeinsam zu überlegen, woran es denn liege. Auch Wingen ist für eine Befragung der Eltern.

Bleibt die Frage, welche Schulen die übrigen Grundschulabgänger nun besuchen. Werdohl kommt nicht in Frage, denn wie sich gestern herauskristallisierte werden nur eine Hand voll Schüler künftig dort Realschule und Gesamtschule besuchen. 

Viele gehen in andere Städte

Auch beim Altenaer Burggymnasium meldeten sich geschätzte 15 Schüler für das nächste fünfte Schuljahr an, was laut Ulrich Holtkemper im Rahmen liege. Indes: Etliche angehende Fünftklässler der Balver Realschule kommen aus Neuenrade. 

Der stellvertretende Schulleiter, Thomas Münch, bestätigte, dass 19 Kinder aus Neuenrade kommen. Das macht ein gutes Drittel der neuen Fünftklässler aus. Auch weiterführende Schulen in Plettenberg werden traditionell gerne von Neuenradern besucht.

Von Peter von der Beck

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