Die SPD stellt ihre Direktkandidaten vor

Einstimmig wählten die Mitglieder der SPD Neuenrade ihre Direktkandidaten für die 16 Wahlbezirke – auch wenn nicht alle anwesend sein konnten. - Fotos:L. Weiland

Neuenrade - In überschaubarer Runde wählten am Dienstagabend die Neuenrader Sozialdemokraten ihre 16 Wahlkreiskandidaten. Einen Bürgermeisterkandidaten stellten sie nicht auf – dafür berichtete Landratskandidat Lutz Vormann von seinen Plänen für den Kreis.

Von Laila Weiland

Der Abend im Kaisergartensaal verlief genau nach Vorschrift: In acht Wahlgängen gaben die 15 Stimmberechtigten in geheimer Wahl ihre Stimmen für die Wahlkreiskandidaten ab. Zweifel gab es an keinem von ihnen – alle Durchgänge kamen zu einem einstimmigen Ergebnis. Die Reserveliste wurde abgekürzt in einem Rutsch abgesegnet – hier herrschte zwar keine Einstimmigkeit, trotzdem war das Ergebnis eindeutig.

Vorab hatte sich der Landratskandidat Lutz Vormann von der SPD Altena vorgestellt. Für ihn sei die Nähe zu den Bürgern wichtig, erklärte er. „Als Kommunalpolitiker ist man vielleicht in den Städten bekannt, aber nicht im Kreis – das möchte ich ändern.“ Dass dies eine schwierige Aufgabe sei, werde ihm nun erst bewusst, da sich nun zeige, wie groß der Märkische Kreis sei. Er erklärte aber, trotz der vielen Termine, die er während des Wahlkampfes habe, stets gern nach Neuenrade zu kommen – und auch beim Gertrüdchen werde er natürlich nicht fehlen.

Vorsitzender Thomas Wette zog eine positive Bilanz aus den vergangenen Jahren. Die Partei müsse sich in keiner Weise verstecken: „Wenn einer die Schullandschaft in Neuenrade verändert hat, dann war es die SPD“, stellte er klar. „Wir haben die offene Ganztagsschule nach Neuenrade geholt und wir haben damals auch schon weiter in die Zukunft geblickt. Wir haben schon vor fünf Jahren gesagt, dass die Hauptschule ein Auslaufmodell ist – heute sehen das auch die anderen.“ Dabei liege die Stärke der SPD darin, im Hintergrund die Fäden zu ziehen. „Politik ist nicht immer lautstark: „Wir haben von hinten her viel erreicht und Neuenrade ein Stück weit lebenswerter gemacht“.

Aus dem Bürgermeisterwahlkampf werde sich die SPD raushalten. Die Mehrheitspartei halte sich für eine Fußballmannschaft, die einen Pokal gewinnen wolle – die SPD wolle Lokalpolitik machen. Von den Zielen der FWG distanzierte sich Wette so weit, dass er nicht einmal den Namen „dieser Organisation“ aussprach. Dass sie sich dafür einsetze, dass keine Verbrauchermärkte außerhalb der Innenstadt angesiedelt werden dürfen, halte er für fatal. „Das bedeutet, dass die Menschen in Küntrop und Affeln keine Möglichkeit haben, vor Ort einzukaufen – das ist keine gute Politik für Neuenrade“, kritisierte er und stellte daraufhin klar: „Wir werden diesen Bürgermeisterkandidaten auf keinen Fall unterstützen – aus diesem Wahlkampf werden wir uns gepflegt raushalten.“

Als Direktkandidaten für die SPD treten an: Tobias Brinkhoff, Frank Bäcker, Ulrike Wolfinger, Stefan Schmidt, Thomas Niggemann, Uwe Loske, Zvonimir Gratz, Peter Müller, Thomas Wette, Ingeborg Müller, Heidemarie Jakob, Thorsten Schnabel, Dirk Kittelmann, Horst Hiller, Horst Platthaus und Renate Bäcker. Die ersten Plätze der Reserveliste wurden von Thomas Wette, Ulrike Wolfinger, Peter Müller, Uwe Loske und Frank Bäcker besetzt.

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