Rund 140 Beschäftigte

Stellenplan: Stadt Neuenrade bedient ein Klischee

Die Verwaltung hält Neuenrade am Laufen: Kitas, Jugendarbeit, Gebäudemanagement, Bauhof, Stadtwerke, Schulträgerbetrieb, Bauverwaltung , Ordnungsamt...
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Die Verwaltung hält Neuenrade am Laufen: Kitas, Jugendarbeit, Gebäudemanagement, Bauhof, Stadtwerke, Schulträgerbetrieb, Bauverwaltung , Ordnungsamt...

Der Stellenplan gehört zu den wichtigsten Instrumenten einer städtischen Verwaltung: Jene, die den Stellenplan mit Leben füllen, sind die Menschen, die dafür sorgen, dass so eine Kleinstadt wie Neuenrade mit all seinen Bereichen funktionieren kann.

Digitalisierung hin oder her – Menschen kümmern sich letztlich um Kindergartenkinder, ein sauberes Neuenrade, um funktionierende Schulgebäude oder sorgen auch dafür, dass sauberes Trinkwasser aus dem Hahn fließt.

Gut 140 Personen sind das immerhin. Das ist jede Menge Personal – allerdings arbeitet der Großteil nicht Vollzeit und es sind überwiegend tariflich Beschäftigte. Die Zahl der Beamten lässt sich an einer Hand abzählen. Sage und schreibe unterm Strich „78 Mitarbeiter“ bevorzugen Teilzeitmodelle. Frank Staffel, der sich organisatorisch um den Stellenplan der Stadtverwaltung kümmert und das komplizierte Modell am Laufen hält, sagt, dass das System durchaus auch traditionelle Rollenbilder widerspiegele. Alle Teilzeitbeschäftigten seien Frauen. „Es gibt keine Männer im Teilzeitbereich,“ sagt Staffel. Zwar würden Männer durchaus in Elternzeit gehen, das wäre es dann aber auch. „Da bedienen wir noch das Klischee.“

Teilzeitbereich in Verwaltung stark vertreten

Der Teilzeitbereich ist dabei in der Stadtverwaltung stark vertreten. 40 Teilzeitstellen gibt es dort, bei insgesamt 60,59 Stellen plus Stadtwerkemitarbeiter, plus Bauhofmitarbeiter. Was die städtischen Kindertagesstätten anbelangt, so hält sich der Teilzeitbereich stundenmäßig in Grenzen, hier werden häufig volle Stunden gearbeitet. Doch je nach angefragtem Stundenkontingent der Eltern in den Kitas, kann sich hier auch etwas ändern. Das ist offenbar immer im Fluss.

Die Teilzeitbeschäftigten in der Verwaltung bewegen sich, was die tarifliche Eingruppierung anbelangt, eher im unteren oder mittleren Verdienstspektrum. In Entgeltgruppe elf (von 15) gibt es gerade einmal zwei Teilzeitstellen. Frank Staffel betonte, dass die Verwaltung bei Stellenausschreibungen zum einen den Frauenförderplan der Verwaltung im Blick habe und dass zum anderen auch der Teilzeitbereich gefördert werde. „Wir schauen, ob man Stellen teilen kann“, so Staffel.

Es gibt kaum Quereinsteiger

Das Verwaltungsgeschäft an sich ist offensichtlich eine Welt für sich. Quereinsteiger haben Schwierigkeiten dort einen Job zu bekommen, wenn es sich nicht um Spezialkräfte handelt oder Bereiche wie Marketing oder auch Kulturförderung. Frank Staffeln weist da auf Verwaltungsprüfungen hin, die man schon haben sollte oder gegebenenfalls nachholen müsste. Insgesamt scheint die Neuenrader Verwaltung sparsam zu funktionieren. Die Zahl der Stellen bleibt zumindest in den vergangenen Jahren konstant. Lediglich im Bereich Soziales/Jugendförderung hat es auch aufgrund von politischen Forderungen Zuwachs gegeben, die Stellen werden aber zum Teil refinanziert.

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