Interkommunaler Streetworker

Ein Streetworker wird sich demnächst in Neuenrade tummeln.

NEUENRADE ▪ Es ist ein SPD-Projekt: Schon seit Jahren bemühten sich die Neuenrader Sozialdemokraten um das Thema aufsuchende Jugendarbeit. Sprich: Man wollte einen Streetworker für die Betreuung von Jugendlichen. Häufiger gab es in Neuenrade bereits Ärger: Verdreckte Treffpunkte und aggressives Auftreten von Jugendlichen sorgten häufig für Unmut. Jetzt soll es ein Diplom-Sozialarbeiter oder ein Diplom Sozialpädagoge richten.

Unvergessen jene Versuche der Stadt, mit Mosquito-Ultraschall die Jugendlichen zum Beispiel vom Grundschulhof zu vertreiben. Auch aktuell piepst es wieder. Viele Hebel wurden nun in Bewegung gesetzt, um beim Kreisjugendamt etwas zu erreichen und personelle Verstärkung zu bekommen. Mit Rückendeckung durch einen Ratsbeschluss und zahlreichen Gesprächen auf Kreiseben gelang es schließlich eine Streetworker-Stelle zu installieren: Die Neuenrader müssen sich allerdings den Mann oder die Frau mit anderen Gemeinden teilen.

Ursula Erkens, Pressesprecherin des Märkischen Kreises, teilte auf Anfrage mit, dass sich nun die Stadt Neuenrade, die Gemeinde Herscheid und die Stadt Meinerzhagen einen Streetworker teilen. Erkens bestätigte, dass daran gedacht sei, die Arbeitsstelle mit Schwerpunkt auf Neuenrade auszugestalten. Erkens: „Die grobe Stundenaufteilung sieht vor, dass rund 20 Stunden für Neuenrade veranschlagt werden, die restlichen 19 Stunden verteilen sich auf Herscheid und Meinerzhagen“. Die Ausschreibung läuft noch bis zum 5. November und wird von der Gemeinde Herscheid vorgenommen, welche die Stelle „im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit“ ausschreibt.

Das Aufgabengebiet umfasst demnach: Aufsuchende, mobile Jugendarbeit im öffentlichen Raum, Cliquenorientierung, Einzelfallhilfe und Gruppenarbeit, Konfliktmoderation, Unterstützung von Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf insbesondere in folgenden Bereichen: „Einflussnahme auf negative Bildungs- und Lebenskarrieren, Schulbesuch (Schulmüdigkeit/Schulverweigerung), Übergang Schule/Ausbildung/Beruf, Vermeidung/Reduzierung delinquenten Verhaltens und Zusammenarbeit mit öffentlichen Institutionen“. Die Stelle ist laut Ausschreibung (zunächst) auf drei Jahre befristet. Die Bewerbungsfrist endet am 5. November.

Kreispressesprecherin Ursula Erkens: „Danach setzen sich Vertreter der Kommunen und des Mäkischen Kreises zusammen, um die Bewerbungen zu sichten“. Erkens rechnet mit einer Entscheidung für Anfang Dezember. ▪ Peter von der Beck

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