Stefan Lex verzaubert sein Publikum

In der ersten Reihe saßen zehn Jugendliche, die im Rahmen einer gesponserten Aktion für die Musik begeistert werden sollten.

Neuenrade -  Er ist einfach ein Entertainer der Extraklasse. Wenn Stefan Lex die Bühne betritt, dann knistert die Luft. Dann ist die Vorfreude des Publikums greifbar. Und wenn die begeisterten Konzertbesucher dann nach mehr als zwei Stunden feinster Unterhaltung noch mehrere Zugaben einfordern, dann hat der Star des Abends sein Ziel erreicht: Er hat sich in die Herzen der Menschen gesungen, sie mit seiner Stimme und seinem Charme in eine andere Welt entführt.

Von Susanne Jentzsch

Stefan Lex trat am Sonntagabend zum zweiten Mal im Neuenrader Kaisergarten auf, erfüllte die hohen Erwartungen mühelos und hinterließ ein Publikum, dass sich jetzt wahrscheinlich schon auf den dritten Besuch des Ausnahmemusikers freut. Es war aber keine Ein-Mann-Show, die die Stunden wie im Flug verstreichen ließ. Stefan Lex hatte das komplette Entertainment-Paket mitgebracht – inklusive Solisten und einem Chor, dessen Name Programm ist. Wenn sich ein so hochklassig besetztes Ensemble nur „der Chor“ nennt, ist eigentlich schon alles gesagt.

Wenn sich Lex ankündigt, hat Monika Arens leichtes Spiel, die Karten an den Mann und die Frau zu bringen. Aber warum pilgern die Menschen in den Saal, sitzen stundenlang Schulter an Schulter neben anderen, die sie nicht mal kennen? Zuhause auf der Coach wäre es doch auch schön. Stefan Lex, der nicht nur singt und dirigiert, ging im Rahmen seiner sehr kurzweiligen Moderation auch dieser allgemeinen Frage auf den Grund. Um gesehen zu werden. Weil sich geschäftliche Kontakte knüpfen lassen. Manche gaben als Antwort sogar an, weil sie den Zug verpasst hätten. Diese Gründe schienen am Sonntag keine Rolle gespielt zu haben. Das Neuenrader Publikum wollte ihn sehen, Lex in seinem adretten Outfit, wie er sein Publikum für seine Musik begeistert und im Stile der ganz Großen ein Konzert zu einem unvergesslichen Event werden lässt.

Das Programm verwöhnte Augen und Ohren – wie ein vorzügliches Menü den Gaumen. Etwas Leichtes zum Einstieg, ein Hors d’œuvre, das die Sinne schärft. Zwischendurch ein Amuse-Gueule aus Küche, um die Spannung zu halten. Der Hauptgang: deftig, fulminant, stimmungsgeladen. Und zum Dessert natürlich Süßes in Form von drei wunderbaren Zugaben. Neuenrade schien restlos begeistert, fühlte sich vortrefflich unterhalten von Stefan Lex und seiner Familie, der herausragenden Solistin Sigrid Althoff und natürlich dem Chor, der wahrlich keinen effektheischenden Namen benötigt.

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