Kommunalwahl am 13. September

Das steckt hinter den großen Wahlplakaten in Neuenrade

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„Sag Ja zu Neuenrade“: Domenic Troilo, Sprecher der heimischen CDU, präsentiert eines der Kampagnenvideos.

Neuenrade - Wer derzeit die großformatigen Plakate mit dem Spruch „Sag Ja zu Neuenrade“ bemerkt, sieht nur ein Stück des großen Ganzen. Denn die CDU Neuenrade startet derzeit eine große Wahlkampagne für den Endspurt zur Kommunalwahl am 13. September. Die großen Plakate sind ein kleiner Teil davon.

Knapp vier Wochen sind es noch bis zur Wahl und der Aufwand für die CDU-Kampagne ist enorm. Jede Menge großformatige Wahlplakate, große Flyer für Partei und auch die Wahlkreiskandidaten, natürlich alles mit Corporate Design. Die CDU-Kandidaten werden als Mannschaft gezeigt. Wegen Corona wurde das Bild durch Software komponiert.

Auch für Bürgermeister Antonius Wiesemann trommelt die Ortsunion mit einem Klappflyer. Das Ganze ist professionell aufgezogen, wenn auch ehrenamtlich und mit eigenen Mitteln. Die CDU-Verantwortlichen ziehen alle medialen Register.

Getrommelt wird auf allen sozialen Kanälen. Auch Videos spielen dabei eine wichtige Rolle. Dabei handelt es sich nicht um zittrige Shots aus dem Handgelenk mit stotternden Protagonisten. Denn ausgewählte wurden Personen, für die Präsentieren durchaus zum täglichen Geschäft gehört. Die Videos sind gut geschnitten, auch ein Teleprompter kam dabei zum Einsatz – und immer wieder ist ein großes leibhaftiges „Ja“ zu sehen.

Wie das Motto entstand

Das ist nicht virtuell eingeblendet, sondern die Buchstaben „J“ und „a“ sind auf Standfüßen montiert und etwa so groß wie Sechstklässler. Und das „Ja“ findet sich überall wieder.

Domenic Troilo, Sprecher der CDU Neuenrade, sagt zu der Kampagne: „Das ist nichts, was man mal so eben nebenbei macht“. Troilo betonte, dass Lisa Hanke-Klute einen großen Anteil an der Kampagne habe. Insgesamt stecke ein größeres Team dahinter. Er habe sich bei den Videos um die Regie gekümmert, Andre Jürgens zum Beispiel um die Kulisse.

Zum Hintergrund: Man habe sich zusammen gesetzt und überlegt, was die CDU ausmache, was wichtig sei, erläuterte Troilo mit Lisa Hanke-Klute. die per Handy zur Kampagnen-Vorstellung zugeschaltet war. Jedenfalls: Ziemlich flott sei man auf den Gedanken mit dem „Ja zu Neuenrade“ gekommen. In Zeiten von Hass und Hetze, die vor allem in den sozialen Medien aufploppten, komme die CDU mit ihrem Positiven Motto „Sag Ja zu Neuenrade“.

Neuenrader ticken anders

„In Neuenrade ticken die Leute anders, in Neuenrade werden noch Werte vertreten“, so Troilo. Es gebe das Neuenrade-Wohlgefühl und es gelte das Positive für Neuenrade herauszustreichen. „Dafür wollen wir die Bürger mit ins Boot holen. Wenn alle sich dafür einsetzen, hat Neuenrade eine tolle Zukunft“, sagt der Sprecher der heimischen Christdemokraten.

Es gelte auch mal Danke zu sagen – den cleveren Businessmenschen, die Neuenrade nach vorne bringen, den vielen Ehrenamtlichen in den Vereinen der Hönnestadt. „Was verbindet all die Menschen?“, fragt Troilo. „Sie sagen Ja zu Neuenrade.“ Die Schlussfolgerung sei eben: „Neuenrade liegt mir am Herzen, also sag ja zu Neuenrade und sag ja zur CDU, die diese Tradition, dieses Thema hochhält“, sagt Troilo. Man möge daher ja zu Neuenrade sagen, um diese Stadt weiter zu entwickeln.

Eine Panne gleich zu Beginn

Zu den Protagonisten in den Videos, die sich jeweils mit wichtigen Themen für Neuenrade befassen, zählt zum Beispiel Ludger Stracke, Geschäftsführer eines Unternehmens, der zum Thema Wirtschaft erzählt. Allein zum neuen Medizinischen Versorgungszentrum gibt es vier Videos, „die auf lokalen Netzwerken“ veröffentlich werden.

Die Ja-Plakate haben durchaus schon für Gesprächsstoff in Neuenrade gesorgt – vor allem bei der politischen Konkurrenz. Nicht jedem war offenbar das Motto gleich zugänglich.

Auch gab es offenbar zu Beginn der Aktion eine Panne „durch den Dienstleister“: Das End-Plakat der Kampagne wurde versehentlich zuerst geklebt  - aber dann sehr schnell wieder abgenommen. „Wir haben uns total aufgeregt,“ sagte Domenic Troilo, als er bei der Präsentation darauf angesprochen wurde. Verständlich, angesichts des gewaltigen ehrenamtlichen Engagements.

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