Straßen.NRW erteilt klare Absage

Staus im Innenstadtbereich: Kein Ende in Sicht

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Ein alltägliches Bild in Neuenrade: Der Verkehr auf der B 229 staut sich. Doch der Landesbetrieb Straßen.NRW hat auch dem Kreisverkehr im Bereich der Kreuzung Poststraße/Erste Straße/Dahler vorerst eine Absage erteilt.

Neuenrade – Die Menschen, die im Neuenrader Innenstadtbereich an der Bundesstraße 229 wohnen, werden an Wochentagen auch in den kommenden Jahren mit regelmäßigen Staus vor ihrer Haustür leben müssen...

Denn weder an der Kreuzung Poststraße/Erste Straße/Dahler Straße noch an der Zufahrt zum Mühlendorf wird ein Kreisverkehr gebaut. In einem Gutachten, welches der Verwaltung jetzt vorliegt, wird den Kreiseln lediglich ein Nutzen im Zusammenhang mit dem Bau der Umgehungsstraße bescheinigt.

Regelmäßige Gesprächstreffen

Bereits im Februar hatte sich die Verwaltung zu einem „Städtebaugespräch“ mit Vertretern des Landesbetriebs Straßen.NRW getroffen. Im Rahmen dieser wiederkehrenden Treffen werden jeweils aktuelle Probleme und Vorhaben thematisiert.

Anfang des Jahres habe man beispielsweise über die Planungen an der Bahnhofstraße gesprochen, berichtete auf Anfrage der Redaktion Bauamtsleiter Marcus Henninger: die Linksabbiegespur für den geplanten Aldi-Markt, die Erneuerung des Gehweges an der Bahnhofstraße und die Optimierung der Stellflächen in diesem Bereich.

Bereits während dieses Gespräches hatten die Vertreter des Landesbetriebs erklärt, dass weitere Kreisverkehre in der Hönnestadt nur in Verbindung mit dem Bau der Umgehungsstraße sinnvoll seien. Das geht aus einem Gutachten der Brilon, Bondzio und Weiser Ingenieur-Gesellschaft für Verkehrswesen mbH aus Bochum hervor, die auch die Expertise zur Errichtung einer Linksabbiegespur auf der B 229 für den geplanten Discounter auf der Niederheide erstellt hatten.

Es sei „keine Verbesserung der Verkehrsqualität“ durch den Kreisel-Bau zu erwarten, gab Henninger im Gespräch mit der Redaktion das Ergebnis des vorliegenden Gutachtens wieder. Im Gegenteil: Für Autofahrer, die beispielsweise von der Langen Gasse oder aus dem Mühlendorf auf die Bundesstraße auffahren wollten, könne das während der Stoßzeiten sogar deutlich schwieriger werden.

Folglich müssen sich nicht nur die Anwohner gedulden, sondern auch die Berufspendler und alle anderen Verkehrsteilnehmer, die insbesondere nachmittags in Neuenrade unterwegs sind – oder besser gesagt im Stau stehen. Denn in welchem Jahr mit dem Baustart für die Umgehungsstraße gerechnet werde, könne niemand seriös voraussagen, so Henninger.

Widerstand gegen ortsnahe Trasse

2021 solle das Planfeststellungsverfahren beginnen. Bevor dann aber der Planfeststellungsbeschluss erfolgen könne, erfolge die öffentliche Auslegung. Zu diesem Zeitpunkt können Einwände gegen die Planung erhoben werden. Dass es dazu kommt, dürfte klar sein: So spricht sich beispielsweise die bereits 1999 gegründete „Interessengemeinschaft B229n“ – gegen eine geplante ortsnahe Trassenführung aus (wir berichteten).

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