Statt Langeweile: Büchereileiterin Horny gibt Lesetipps für die Ferien

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Büchereileiterin Sandra Horny gibt Lesetipps für die Sommerferien. „Absolute Suchtgefahr“ verspricht Horny beim Lesen von „1000 Gefahren“.

Neuenrade - Schulferien sind die Zeit, in denen manche in die Ferne fahren und im Urlaub vom Alltag abschalten wollen. Das können sich aber nicht alle Teile der Gesellschaft leisten.

Speziell bei den Kleinsten kommt da während der gut sechs Wochen Sommerferien manchmal Langeweile auf. Die Stadtbücherei Neuenrade bietet diesen Daheimgebliebenen nicht nur fantasievolle Ausflüge, sondern auch kostenfreien Lesespaß. 

Bibliotheks-Leiterin Sandra Horny gibt im SV Tipps gegen die Langeweile und für einen möglichen Lesemarathon während der Ferien. 

Für Sieben- bis Achtjährige ist die Buchreihe „Detektivbüro LasseMaja“ von Martin Widmark. In deutscher Sprache sind bis dato 22 Teile erhältlich. Horny lobt: „Die Lösungen der Kriminalfälle, die hier zwei junge Ermittler sehr witzig angehen, sind echt knifflig. Für kleinere Kinder ist das super, da die Bücher mit Comicbildern illustriert sind. Doch auch ich als Erwachsene habe manchmal gedacht: Der und der war der Täter. Aber von wegen!“ 

Abenteuer von „Eliot und Isabella“ in vier Bänden

Über vier Bände erstrecken sich die Abenteuer von „Eliot und Isabella“, die Ingo Siegner aufgeschrieben hat. Die beiden Protagonisten in der Kurzreihe sind zwei Ratten. Die Bücherei-Chefin erläutert: „Das sind ideale Vorlesebücher. Sie eignen sich aber auch dafür, sie zusammen mit den Kindern zu lesen und so das Lesen mit den Kleinsten zu trainieren.“ Angesprochen sind hier also Mädchen und Jungen, die in die erste oder zweite Klasse gehen. 

Auf bisher sieben Bände kommt die Reihe rund um die winzige Hexe Petronella Apfelmus, die Sabine Städing geschrieben hat. Sie lebt in einem Apfelgehäuse und freundet sich mit Menschenkindern an. Horny schwärmt: „Das ist so niedlich. Die Bücher habe ich schon oft verschenkt, etwa an meine Nichten.“ Die Expertin legt die Serie allen Acht bis Zehnjährigen ans Herz. 

"Wunschbuchladen" eher für Mädchen

Eher für Mädchen geeignet ist die bis dato fünfteilige Reihe „Der zauberhafte Wunschbuchladen“ von Katja Frixe. Claras Freundin zieht darin in eine andere Stadt, weshalb sich das Mädchen in die Welt der Bücher flüchtet. „Das ist teils sehr fantastisch“, findet Sandra Horny. „Da kommt zum Beispiel ein sprechender Kater in der Geschichte vor.“ Wer dabei an die „Unendliche Geschichte“ denke, liege nicht ganz falsch, meint die Fachfrau. Geeignet seien die Bücher für Zehn- bis Zwölfjährige. 

Für Jungen hingegen empfiehlt Horny die Reihe „1000 Gefahren“. Fabian Lenk beleuchtet in bisher zwölf Bänden unterschiedliche Themenfelder von der Raumfahrt bis zum Meer. Die Bücherei-Leiterin betont: „Das Tolle ist: Der Leser entscheidet interaktiv, wie die Geschichten weitergehen. Das fasziniert alle und ist total spannend.“ Für Acht- bis 13-Jährige besteht hier absolute Suchtgefahr, warnt Horny.

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