Statt einer Auto-Zulassung gab es eine Vorladung

Ein 42-jähriger Neuenrader saß auf der Anklagebank. Er musst sich dem Verdacht der Urkundenfälschung stellen.

NEUENRADE ▪ Mit gefälschtem Fahrzeugschein und falscher Tüv-Plakette hatte ein 42-jähriger Neuenrader versucht, seinen Audi anzumelden. Doch anstatt einer Zulassung war dem Mann eine Ladung für das Amtsgericht Altena ins Haus geflattert. Gestern musste sich der zweifache Familienvater nun dem Vorwurf der Urkundenfälschung stellen. Ein Urteil gab es jedoch noch nicht.

Laut Anklageschrift hatte sich der Neuenrader am 27. Mai vergangenen Jahres in die KFZ-Zulassungsstelle in Werdohl begeben, um dort sein Auto anzumelden. Doch die von ihm vorgelegten Papiere sowie die Tüv-Plakette entpuppten sich als nicht echt.

Vor Gericht gab der 42-Jährige gestern an, er sei durch einen Kollegen an einen Mann geraten, der ihm die Papiere und die Plakette für sein Nummernschild günstig besorgen konnte. Weil er dem Kollegen vertraut habe, sei er darauf eingegangen. Während sich der Angeklagte bei der Arbeit befunden habe, sei der besagte Bekannte bei der Ehefrau des Neuenraders aufgetaucht und habe die Autoschlüssel, Papiere und 200 Euro mitgenommen. Am Nachmittag desselben Tages habe der Wagen dann fertig im Hof des Angeklagten gestanden.

Dass die Papiere und die Plakette gefälscht waren, habe er, als er die Zulassungsstelle aufgesucht hatte, nicht gewusst. „Ich bin 42 Jahre alt, und hatte noch nie Ärger mit der Polizei”, erklärte der Mann gestern. Er gab an, nach der Ladung versucht zu haben, den Bekannten des Kollegen ausfindig zu machen, jedoch ohne Erfolg. Auch die 42-jährige Ehefrau des Angeklagten erklärte im Zeugenstand, den Mann, der sie damals besucht hatte, nicht zu kennen, und auch nicht zu wissen, was genau er gemacht hat.

Nach einer kurzen Unterbrechung der Verhandlung entschied Amtsrichter Dirk Reckschmidt gestern schließlich das Verfahren auszusetzen. Zu einem neuen Termin sollen nun weitere Zeugen zum Geschehen gehört werden. ▪ jape

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