Startschuss: Stadtmarketing rollt an

NEUENRADE ▪ Zuerst kriselte es, dann herrschte aber Einigkeit. Die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung wollen jetzt alle Hebel in Bewegung setzen, damit der geplante Stadtmarketing-Verein schon bald Realität wird.

Dieser Entscheidung ging jedoch eine kontroverse Diskussion voraus. Den Anfang machte CDU-Fraktionschef Alexander Klinke: Er sprach von einer Beschimpfungs- statt einer Dialogkultur und erinnerte an die zahlreichen Leserbriefe zum Thema Stadtmarketing. In dem von Jürgen Echterhage seien Verwaltung, Presse und sonstige Neuenrader beleidigt worden – und so gehe es nicht. Das sah Ernst Dirks von der FDP genauso, er forderte sogar eine Entschuldigung. Ruth Orthaus-Echterhage (FWG), die das Marketing-Konzept zusammen mit Klaus Filter und Christiane Frauendorf im Januar präsentiert hatte, verwies jedoch auf ihren Mann. Dirks fragte darauf hin, wo da der Unterschied sei – und sorgte damit für reichlich Gelächter im Ratssaal. Orthaus-Echterhage lenkte schließlich doch ein: Wenn sich Leute durch den Brief angegriffen fühlten, entschuldige sie sich dafür. Ihrem Mann sei damals lediglich die Galle hochgegangen.

SPD-Chef Peter Müller brachte schließlich Ruhe in den Sturm: „Die ganze Sache hat sicherlich einen unglücklichen Start hingelegt, wenn man sich aber nüchtern mit dem Inhalt auseinander setzt, erscheint einiges sinnvoll.“ Ausschuss-Vorsitzender Jörg Hellweg brachte es schließlich auf den Punkt: „Nachdem nun der erste Druck weg ist, sind wir uns doch einig: Wir wollen es.“ Das Konzept sei eine gute Grundlage – jetzt stehe die Ausarbeitung an. Alexander Klinke machte deutlich, dass ein solches Projekt einen Kopf brauche – und das solle der Bürgermeister sein. Klaus Peter Sasse war am Montagabend zwar nicht dabei, sandte aber laut Hellweg vorab positive Signale, im Gremium mitzuarbeiten.

Und wie geht’s nun konkret weiter? Die Mitglieder einigten sich auf ein Brainstorming, an dem möglichst viele Vereine, Verbände, Handwerker, Einzelhändler und Unternehmer teilnehmen sollen. Schon nach den Osterferien sollen alle an einem Tisch sitzen– mit dem Ziel, Neuenrade in der Außenwirkung nach vorne zu bringen. Kämmerer Gerhard Schumacher betonte abschließend, das bestehende ehrenamtliche Tätigkeiten, bei dem Prozess nicht untergehen, sondern mitgenommen werden sollen. ▪ Lisa-Marie Weber

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare