Testkapazitäten sollen erhöht werden

Start des Corona-Testzentrums: So lief der erste Tag

Die Neuenraderin Tabea Leibig lässt sich von Ulrike Wurm einen Nasenabstrich entnehmen.
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Die Neuenraderin Tabea Leibig lässt sich von Ulrike Wurm einen Nasenabstrich entnehmen.

„Angst? Nein, die haben wir nicht. Die Schutzkleidung gibt einem wirklich ein hohes Maß an Sicherheit.“ In diesem Punkt waren Maria Brockhagen, Ulrike Wurm und Iris Winzer am Montag einer Meinung.

Die drei Frauen waren am ersten Betriebstag im neu eingerichteten Corona-Testzentrum in der DRK-Begegnungsstätte am Stadtgarten für den reibungslosen Ablauf der Tests verantwortlich.

Nach der ersten Stunde zeigte sich Maria Brockhagen zufrieden. „Es läuft gut“, freute sich die Leiterin der Begegnungsstätte. Und auch Moritz Marl, Geschäftsführer des Institutes für Arbeitsmedizin, der Ifam GmbH in Neuenrade, sprach dem Test-Team ein großes Lob aus: „Die drei Damen machen das wirklich sehr gut.“

Auf das Ergebnis muss an der frischen Luft gewartet werden

Die Testkandidaten wurden bereits an der Eingangstür empfangen und zu einem Platz geführt, wo es galt, ein Formular auszufüllen – natürlich mit einem frisch desinfizierten Kugelschreiber.

Für die Probenentnahme, den Rachen- und den Nasenabstrich, wurde die Schutzmaske kurz abgesetzt. Und während die Helferinnen anschließend damit beschäftigt waren, die Proben auf das entsprechende Feld des Schnelltests aufzubringen, hieß es für Testkandidaten: Ab durch die Hintertür an die frische Luft – und dort etwa 15 Minuten auf das Ergebnis warten.

Neuland für alle Beteiligten

Am Montag waren alle der insgesamt zwölf Testpersonen negativ, keiner trug das Coronavirus in sich. Darüber freute sich Maria Brockhagen: „Es ist gerade am ersten Tag doch gut, dass wir uns langsam herantasten können.“ Das konnte Moritz Marl nur bestätigen. „Es ist für alle Beteiligten hier Neuland. Auch, wenn wir jetzt schon etwas länger Erfahrung mit den Schnelltests haben, wir lernen ständig dazu.“ Allerdings müsse man grundsätzlich froh darüber sein, wenn ein Testergebnis positiv ausfalle, erklärte Marl: „Genau darum geht es ja eigentlich: Die Infizierten herauszufiltern, die selbst von der Erkrankungen vielleicht gar nichts bemerken, das Virus aber dennoch weitertragen.“

Sicherheit für das Test-Team: Dass dieser Test richtig durchgeführt wurde, ist an der roten Kontrolllinie zu erkennen. Im Hintergrund füllt bereits die nächste Personen die Formulare aus, um kostenfrei getestet zu werden.

Um genau das auszuschließen hatte sich auch Tabea Leibig einen Testtermin besorgt. „Ich gehe zur Arbeit und mein Kind in die Kita. Man kann einfach nicht alle Kontakte vermeiden. Dann ist es sicherer für andere, wenn man weiß, dass man negativ ist“, stellte die Neuenraderin fest.

Testergebnis gilt nur für 24 Stunden

Allerdings: Das Testergebnis ist lediglich für 24 Stunden gültig. Denn theoretisch könnte man sich ja bereits sogar wenige Minuten nach der Testung mi dem Virus infizieren.

Dennoch sei es ein gutes Gefühl ein negatives Testergebnis vorweisen zu können, stellte Maria Brockhagen fest. Sie hatte sich am Montagmorgen von einer ihrer Kolleginnen testen lassen. „Denn auch ich möchte bei der Probenentnahme niemanden anstecken.“ Bisher würden am Stadtgarten sechs Personen pro Stunde getestet. „Aber es steht schon fest, dass wir die Kapazitäten erhöhen werden, da das Interesse so groß ist.“

Das zeigte sich auch am ersten Testtag, als ein Neuenrader in der Begegnungsstätte erschien, um sich einen Termin geben zu lassen. Maria Brockhagen konnte dem Mann allerdings nicht weiterhelfen: Termine können ausschließlich über die Homepage der Stadt Neuenrade (www.neuenrade.de) gebucht werden. Momentan heißt es dort allerdings bereits für die nächsten 14 Tage: „Ausgebucht.“

Wird eine Person am Stadtgarten positiv getestet, werden die persönlichen Daten und das Ergebnis an das Gesundheitsamts des Märkischen Kreises weitergeleitet. Der Betroffene muss sich in Quarantäne begeben und bei seinem Hausarzt oder in einem der Testzentren des Kreises (Iserlohn, Lüdenscheid) zu einem PCR-Test anmelden. Das Test-Team wechselt die Schutzkleidung und desinfiziert den Raum. Personen, die Symptome haben, die auf eine Covid-19-Erkrankung hinweisen könnten, dürfen sich am Stadtgarten nicht testen lassen.

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